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digitales Commerce

Fazit: 90% der Unternehmen nutzen nicht ihre Daten

Die DMEXCO 2016 war noch größer, noch lauter und noch bunter als das Jahr davor. War es aber auch innovativer? In welche Richtung denkt die #Digiconomy und ist die DMEXCO noch immer Anreiz und Impulsgeber für neue Trends? Wir waren nicht nur als Aussteller dabei, sondern auch in den Sessions unterwegs. Unser Recap:

Kurze Facts vorweg:

  • Top Business- und Innovationsevent
  • 50.700 Besucher aus der digitalen Branche
  • 1.010 Aussteller (inkl. uns)
  • 570 Speaker und noch mehr Sessions
IronShark mit LED Shirt auf der DMEXCO Foto

Was erwartet uns im digitalen Commerce?

Es reicht nicht mehr aus nur mobil zu optimieren – 2017 stellt an uns alle den Anspruch alles auf „mobile“ und „mobil sein“ auszurichten.
Google, Facebook und Plattformen richten ihre Algorithmen und Oberflächen völlig auf das vernetzte Nutzungsverhalten der User aus. Das bedeutet, dass es zukünftig nicht mehr ausreicht mobil aufzubereiten. Nur wer mobil denkt und seine gesamte Leistung darauf konzentriert immer und überall dem mobilen und agilen Kunden gerecht zu werden, hat auch weiterhin eine Chance mitzuhalten.

Hierzu gehört aber auch zu wissen, wie ich das Nutzungsverhalten und alle gewonnenen Daten aus meinem digitalen Commerce auszuwerten. Zu diesem Punkt waren sich die Speaker aus der Branche einig, dass es bei über 90 Prozent der Unternehmen zu keiner Auswertung der Daten durch Analysen kommt. Heißt: nur 12 Prozent von Unternehmensdaten werden auch wirklich analysiert. Was hier alles an Potential zur Gewinn- und Strategieoptimierung nicht genutzt wird, ist erschreckend.

AdWords Optimierung:
Being less wrong with Data driven attribution in Google AdWords

Google präsentierte auf der DMEXCO unter anderem sich und seine AR-Brillen am nicht zu übersehenden Stand.
Es ging aber auch um eine bessere, da Daten gestützte Attribution des Zuordnungsmodells in AdWords. Großes Stichwort ist hier die Conversion und die Zuordnung zu einem bestimmten Click in der Touchpoint Kette.
Dominik Wöbler und Miriam Tappe stellten dem Publikum die Daten gestützte „multitouch attribution“ vor. Hier wird die Nutzungskette nach Daten übersetzt um für künftige Kampagnen eine bessere Attribution auszurichten. Bislang war es vor allem der erste oder letzte Klick in der Touchpoint Kette nach dem Einstieg über eine Anzeige, der einem Endgerät zugeordnet wurde. Jetzt ist es in der „data driven attribution“ möglich, die Conversion nach Prozenten den Klicks auf den beteiligten Endgeräten zuzuordnen. Allerdings wird diese Methodik bis auf Weiteres nur MCC Accounts ermöglicht, welche mindestens 800 Conversions und 20.000 Klicks pro Monat erreichen.
Eine Begründung: Um tatsächlich fundierte Daten zu haben, muss diese Relevanz erreicht werden. Was aber auch eine Rolle mittragen könnte, ist es Anreize zu der Erstellung von MCC Accounts zu liefern.

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The big thing – Augmented und Virtual Reality

Wie findet man noch Aufmerksamkeit für den eigenen Content? Wie holt man seine Adressaten und Kontakte noch ab und kann sie für die eigenen Inhalte begeistern? Diese Frage findet laut einigen Marketing Spezialisten und Mediaunternehmen eine leichte Beantwortung: Virtual und Augmented Reality. Content wirklich erlebbar machen. Schließlich speichert sich erlebter Content bis zu 90 Prozent in unserem Gedächtnis ab. Dies schafft reiner Text- oder Videocontent nicht.
VR und AR funktioniert aber laut Experten im Marketing Mix – und einem „erlebbaren“ Produkt. Egal ob Automotivbranche, Tourismus, Papeterie, Gerüstbau – sofern ein Produkt direkt vermittelt werden kann, gelingt es Firmen mit knackigem Content im Marketingkonzept wirklich zu begeistern. Denn jeder erlebt VR als wirklich neu und begeisternd! Und was wir alle wirklich wollen ist Interaktion! Zurück zu Präsenz und Immersive Content! Und in diese Richtung soll VR uns bringen.
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Bei A fängt’s nur an – dank Datenanalyse mehr als nur A/B Tests

Herkömmliche A/B Tests bezeichnen das Testen von zwei unterschiedlichen Elementen um eine Annahme zu bestätigen oder zu entkräften. Bestes Beispiel: Landingpages. Meist geht es hierbei um UX und Designtests – sollte der Button z.B. an einer anderen Stelle platziert werden? Die Weiterentwicklung dieses Verfahrens basiert auf tieferer Datenanalyse anhand von Nutzerverhalten und Befragungen. Warum z.B. führt eine Suchergebnisseite häufig zu Absprüngen. So kann es an Einstellungen und fehlender Usability von vorherigen Seiten liegen, dass auf der nachfolgenden Seite ein Absprung erfolgt bei welcher der Nutzer nicht das gewünschte Ergebnis erhält.

Understanding Facebook

Die Social Media Plattformen bestehen aus zwei wichtigen Wörtern: Social & Media. Laut Robert Lang von Socialbakers sind es auch die zwei wichtigsten Attribute, die man zum Verstehen des Facebook Algorithmus‘ beherzigen muss. An uns als Content Publisher fällt die Aufgabe großartigen Content zu erstellen, der die Facebook Community einlädt auf der Facebook Seite zu verweilen und nicht auf externe Seiten führt. Denn nur so entsteht für Facebook wirkliche Interaktion und damit ein Mehrwert für die Nutzer. Hierbei sei es egal, ob bezahlter oder organischer Content. Reagieren die User auf den Content, verweilen und nutzen ihn sogar, dann wertet Facebook diesen und auch nachfolgende Inhalte des Publishers auf.
Was heißt das für uns? Auf Blogbeiträge zu verlinken reicht nicht mehr – nutzt die Publisher Formate wie Instant Articles und Canvas Formate. Denn so bindet ihr eure Inhalte bei Facebook ein, was Facebook mit Vorschuss Lorbeeren bewertet. Allerdings müsst ihr wirklich eure Datenanalyse kennen und verstehen um zu wissen, was funktioniert, welche Zeiten wirklich am besten sind und ob ihr eure Zielgruppe sogar segmentiert.

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Noch direkt ein Eindruck gefällig?

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