Neue Untersuchung zum Thema Nutzungsverhalten bei Suchmaschinen

SEM Deutschland hat mit Hilfe der Searchmetrics Suite die Suchmaschinenwerbung der 97 größten Onlineshops in Deutschland (Stand: Januar 2011) untersucht.

Neue Untersuchung zum Thema Nutzungsverhalten bei Suchmaschinen

Wie die Untersuchung ergeben hat, beziehen die deutschen Onlinehändler einen Großteil ihre Besucher über die organische Suche bei Google. Fast 63 Prozent des Traffic erhalten die Shopbetreiber im Durchschnitt darüber. Der verbliebene Traffic wird zu etwa gleichen Teilen durch die Universal Search und via Adwords-Anzeigen generiert. Eine suchmaschinenoptimierte Seite ist ergo Pflicht!

Adwords: Kosten-Nutzen nicht ideal

Zwar buchen die großen deutschen Onlinehändler durchschnittlich Anzeigen für rund 30.000 Keywords, der dadurch generierte Traffic liegt jedoch nur bei circa 18 Prozent, sprich, deutlich unter den Werten der organischen Suche. Zu beobachten sind des Weiteren branchenspezifische Unterschiede. Während B2B-Anbieter Adwords-Anzeigen so gut wie gar nicht nutzen (nur 0,5 Prozent), generieren Anbieter von Büroausstattungen beinahe ein Viertel ihres gesamten Traffics mit Adwords. Besonders prekär gestalten sich die Werbemaßnahmen von Onlineapotheken. Deren Kunden vertrauen fast ausschließlich auf die organische Suche und ignorieren die geschalteten Adwords zumeist. So ist es wenig verwunderlich, dass lediglich sieben Prozent des Traffic über Adwords erzeugt wird. Auch die Shopseiten der B2B-Anbieter erhalten ihre Besucher zu 75 Prozent über die organische Suche.

Universal Search letztlich wichtiger als Adwords

Unter dem Begriff Universal Search wird der Traffic zusammengefasst, der über Googles Produkt-, Nachrichten-, Bilder- oder Videosuche sowie über Google Maps erzeugt wird. Dabei zeigt sich, dass B2B-Kunden vor allem die Produktsuche bemühen. Aber auch für Anbieter von Elektronikartikeln und für Vollsortimenter lohnt sich die Bereitstellung der entsprechenden Produktdaten, erzielen sie immerhin rund 19 Prozent ihres Traffics darüber.

Die Geografische Nähe ist dagegen nur bei wenigen Produktsegmenten bzw. Branchen von Bedeutung. Sie ist vor allem bei Medikamenten und Einrichtungsgegenständen gefragt. Die Onlineshops locken mit entsprechenden Informationen bis zu fünf Prozent ihrer Kunden über die Kartensuche an.

Überraschendes Ergebnis: Produktvideos generieren kaum Traffic

Erstaunlich gering ist dagegen der Effekt von Produktvideos. Zwar bieten inzwischen immer mehr Onlineshops entsprechende Filme an, ihr Nutzen für die Generierung von Suchmaschinentraffic ist dennoch bisher überaus gering. Den mit kläglichen 0,12 Prozent größten Effekt auf den Nutzerstrom haben die Produktvideos noch für Komplettanbieter. Und auch in den Bereichen Wohnen oder Mode können Videos den Traffic steigern. Der Nutzen scheint jedoch eher in der längeren Verweildauer der Nutzer auf der jeweiligen Shopseite zu liegen, denn in der Anziehungskraft. Interessanter Nebenaspekt der Analyse: Elektronikanbieter profitieren als Einzige von den Ergebnissen in der Nachrichtensuche.

Ergebnis der Studie ist, dass existente SEM-Potentiale von Online Shops noch immer nicht ausreichend genutzt werden. Es bleibt also auch weiterhin viel zu gewinnen – möchten Sie mehr erfahren? Dann nehmen Sie doch mit uns Kontakt auf!

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