Social-Plugins nun verboten? | Die Woche Online Marketing & E-Commerce

Diese Woche gab es in unserem Online Marketing Team ein wesentliches Thema. Das Urteil des Landesgerichts Düsseldorf bezüglich der Like-Buttons und Social-Plugins, insbesondere für Facebook.
Deshalb nehmen wir uns die Zeit Euch die (möglichen) Auswirkungen zu erläutern.

Um was geht es im Urteil zu den Social-Plugins?

Wieder einmal waren die deutschen Datenschützer fleißig und haben beim Landgericht Düsseldorf ein Urteil gegen die Like-Buttons und Social-Plugins erfochten. In diesem Fall geht es um einen Wettbewerbsverstoß, der mit der Einbindung eines dynamischen Social-Plugins oder auch Like-Buttons einhergeht.

1 Erster Punkt des Anstoßes:
Das Page-Plugin, also das Widget, bei welchem nach der Einbindung neben dem Like-Button die Anzahl der Facebook-Fans als auch ggf. die Profilbilder der bereits gesammelten Fans angezeigt werden. Das Gericht geht davon aus, dass die Einbindung und die Nutzung des Page-Plugins Werbezwecken diente.

2 Zweiter Punkt des Anstoßes:
Um ein solches Page-Plugin oder die Like-Buttons verwenden zu können, muss der Websitebetreiber einen Code einbinden. Durch diesen Code ist es Facebook möglich personenbezogene Daten der Websitenutzer ohne deren Einwilligung zu Werbezwecken auszuwerten. Ob ein- oder ausgeloggt spielt keine Rolle. Facebook setzt an die IP-Adresse der Nutzer Cookies und wertet die hierdurch gewonnen Daten aus.
Das Urteil findet Ihr hier.
Ausführliche Informationen zum Thema: allfacebook.de

Was bedeutet dies nun für die Nutzung von Social-Plugins?

Das Urteil des LG Düsseldorf hat den unangenehmen Nebeneffekt, dass es nicht nur für das eine Plugin gilt, sondern grundsätzlich die Like-Buttons der Social Media Dienste, die Page-Plugins anderer Dienste wie Twitter, Instagram oder Pinterest betrifft.

Denn bei der Verwendung der Plugins ist es den Social Media Plattformen möglich, die Nutzer Ihres Webauftritts ohne deren ausdrückliche Einwilligung durch Cookies zu „verfolgen“ und Ihre Daten für Werbezwecke zu erheben.
Noch muss das Urteil rechtskräftig werden! Es kann angefochten oder aufgehoben werden. Aber dennoch seid Ihr als Websitebetreiber in der Pflicht Euren Auftritt diesem Urteil anzupassen. Denn sonst könnten Euch Strafen drohen und es ist mit einer Zunahme an datenschutzrechtlichen Abmahnungen zu rechnen.

Facebook Page Plugin

Quelle:
Screenshot von der Facebook Developer Website
Facebook Page-Plugin – das dynamische Plugin zieht sich ohne Einwilligung der Nutzer deren Daten Mehr Info zur Erhebung der Daten: rechtzweinull.de

Was Sie tun können!

Die Problematik der eingebundenen dynamischen Like-Widgets und Share-Plugins liegt in der Nutzung von Daten. Es gibt aber noch genug Lösungen, wie Sie dennoch Ihre Social Media Kanäle mit Ihrer Website verknüpfen können:

Statische Einbindungen und Verlinkungen

Liken und Sharen über statische Verlinkungen ist sicher. Denn so werden keine Daten an Facebook übermittelt. Eine Möglichkeit wie so ein Link aussehen kann, ist:


a href=“https://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u=http%3A//facebook.com/ironshark.de“>Auf Facebook teilen


Einbindung des Social-Plugins – aber mit der Zwei-Klick Lösung

Möchten Sie den Sharing- und Like-Button dennoch verwenden, so geht dies nur noch mit der Zwei-Klick Lösung wie beim WordPress-Plugin 2 Click Social Media Buttons. Diese funktionieren (noch), da diese auf Verlinkung und nicht Einbindung von Codes der Social Media Dienste basieren.

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2Click Social Media Plugin für WordPress für Social-Sharing und Like
Quelle: Webseite 2 Click Social Media Buttons