SERPs mit Menü-Navigation

SERP-Menüs gesichtet

Wie der intigi-Blog berichtet, tauchen seit letzter Woche in der US-Suche unter bestimmten Seiten Menüstrukturen auf. Diese ermöglichen es Nutzern, auf den ersten Blick die Essentials des jeweiligen Suchergebnisses genauer zu beäugen. Hier können Webmaster mit passenden Teasertexten verstärkt Interesse wecken und durch eine gute Struktur der eigenen Website punkten. Die Menüeinträge werden direkt unter der ausgelesenen Meta-Description ausgespielt und beziehen sich allem Anschein nach auf durch das Menü erschließbare Unterpunkte der jeweiligen Website. Diese sind noch in der Suche selbst klickbar und ermöglichen eine Vorschau „tiefer“ liegender Links mit kurzen Textanrissen.

Quelle:

Quelle: intigi.com

Struktur, die punktet

Das Feature, das eventuell auch schon bald die SERPs heimischer Gefilde aufmischen könnte, bringt den Link zwischen Content und Usability äußerst nutzerfreundlich auf den Punkt. Google lenkt hier die Aufmerksamkeit auf einen semantisch ansprechenden und logisch nachvollziehbaren Aufbau der Website, der schon vor dem eigentlichen Besuch klar wird. Die Suche wird dabei auf semantischer Ebene verbessert, und User können noch vor dem entscheidenden Klick sehen, ob die zu findenen Informationen die für sie nötige Relevanz besitzen oder nicht. Google kalkuliert hier ganz klar mit einer Verlängerung der Suchdauer, bei der dem User neben den Erweiterungen der Suchergebnisse natürlich auch darüber respektive danebenstehende Ads ins Auge springen können. Davon können neben Google auch Advertiser profitieren, die den normalen Suchergebnissen hier mit hochwertigen Anzeigen Konkurrenz machen können. Eine längere Verweildauer auf den Suchergebnisseiten bedeutet schließlich auch eine höhere Zeitspanne, um die Klickentscheidung des Suchenden mit prägnanten Messages positiv zu beeinflussen.

Quelle: intigi.com

Quelle: intigi.com

Advertiser, User und Google gewinnen – was ist mit den Webmastern?

Wieder einmal scheint Google die Maßgabe überzeugender Inhalte und nachvollziehbarer Struktur von Websites unterstreichen zu wollen. Webmaster sind – sofern sie das neue Feature, das sehr an eine weiterentwickelte Form der bisherigen Rich Snippets erinnert – nutzen wollen, dazu angehalten, hochwertigen Content in eine semantisch und logisch nachvollziehbare Struktur einzubetten. Dabei ist es für die Entscheidung des Users für oder gegen einen Besuch der Website wichtiger denn je, alle Unterseiten gleichermaßen wie Landing Pages zu behandeln. Attraktive Inhalte und damit Klickanreize gewinnen hier eine größere Bedeutung als bislang, sprich: Eine gute Meta-Description als prominenter Klickfaktor, der über inhaltliche Schwächen hinwegtäuschen kann, könnte bald der Vergangenheit angehören.