Recap zum SEAcamp 2016 in Jena

SEAcamp 2016 in Jena – ein voller Erfolg?

Unser Online-Marketing Teamleiter Christian war für IronShark beim [SEAcamp 2016] in Jena dabei. Er hat viele spannende Eindrücke aus den verschiedenen Sessions für uns mitgebracht.

Das einzige Barcamp zum Thema Google AdWords fand nun schon zum 4. Mal im Steigenberger Hotel in Jena statt. Die Anreise gestaltete sich in diesem Jahr allerdings aufgrund vieler Demonstrationen und Vandalismus am Vortag der Konferenz sehr schwierig. Leider machte dies Bahnreisenden die Anreise nach Jena fast unmöglich. Viele Besucher schafften es nur verspätet und einige kamen gar nicht erst. Trotzdem war die Veranstaltung gut besucht und konnte mit einer dreißigminütigen Verspätung auch starten.

Der Ablauf des SEAcamp 2016

Nach dem kurzen Opening der vier Gründer Andreas Hörcher (Finwaa) / David Schlee (Conversearch) / Thomas Grübel (InBiz) und Olaf Kopp (Aufgesang) ging es auch direkt zu den Vorstellungen der einzelnen Speaker und der Verteilung der Slots. Der Unterschied zwischen Barcamp und Konferenz ist, das alle Teilnehmer ein Thema vorschlagen und somit vom Besucher zum Speaker werden können. Die meisten Vorträge wurden allerdings schon Wochen vorher eingereicht, nur einige haben sie noch kurzfristig an aktuelle Themen angepasst. Somit konnten alle sich und ihr Thema des Vortrags kurz vorstellen und die Besucher per Handzeichen ihr Interesse zeigen.

Veranstaltung SEACamp Jena

Eine große Auswahl an interessanten Sessions kam so zusammen. Christian entschied sich schließlich für sieben Vorträge. Hier seine Zusammenfassung des Inputs aus dem SEAcamp 2016:

Bei diesen Sessions waren wir dabei:

  • 1. Datenfeed 1-2-3 (David Binninger – Ravensburger)
  • 2. Rüstet eure Accounts für automatisiertes Bidding (Marc Höft – Toolanbieter Marin)
  • 3. Gebotsstrategien (Gerhardt Jahns – Finwaa)
  • 4. Google Shopping Advanced (Reinhardt Einwagner – Toolanbieter WHOOP)
  • 5. Tod dem Kampagnenmanager (Farschid Eshaghmohammadi – Freelancer)
  • 6. Performance Automation mit Datenfeeds (Marcel Verhofnik – Toolanbieter SMEC)
  • 7. Anzeigentests (Martin Roetgerding – Agentur Bloofusion)

Datenfeed 1-2-3 (David Binninger – Ravensburger)

Gestartet sind wir mit dem Thema Datenfeed Optimierung und dem gespannten warten, wie große Player like Ravensburger ihren Google Shopping Feed aufbereiten, um effizient Anzeigen schalten zu können. David hat die Qualität des Feeds auf eine menschliche Ebene gebracht und provokant den Vergleich mit der eigenen Freundin geknüpft. Sprich, welche Eigenschaften sollten beide haben (innere und äußere Werte aber auch die Meinung der Eltern (Google) und der Freunde (Fremdsignale)) lassen sich vergleichen. Klar, eine Freundin sollte gut gepflegt sein und alle Merkmale besitzen, um die eigenen Eltern ebenfalls glücklich zu machen. Das Gleiche gilt für den Datenfeed: Je mehr Übereinstimmungen er mit den Anforderungen von Google hat, desto besser ist es. David ist auch auf verschiedene Workflows bei Ravensburger eingegangen und auf die Schwierigkeit, neue Produkte wie Fotopuzzle an die Zielgruppe zu vermarkten. Auch die Neuerung im Merchant Center mit dem Button “Set Rules” hat er vorgestellt. Damit können sehr leicht “ifthisthanthat” Regeln direkt hinterlegt werden. Fazit: Es gibt einzelne Eigenschaften wie Preis und Verfügbarkeit, die unabdingbar die Eigenschaft eines Feeds sein müssen und viele extra Informationen für ein glückliches Zusammenleben mit Google Shopping. Das Besondere an Barcamps ist der rege Austausch während einer Session und die Diskussion. Hier haben weitere große Player ihre Erfahrungen mit allen Teilnehmern geteilt.

Rüstet eure Accounts für automatisiertes Bidding (Marc Höft – Toolanbieter Marin)

Marc Höft von Marin hat natürlich in seinem Vortrag die Vorzüge der Automation und die vielen Vorteile einer Softwarelösung vorgestellt, aber auch viele Fehlerquellen bei der Analyse eines Kontos oder einer einzelnen Kampagne aufgezeigt. Fazit: Nur eine Toollösung alleine funktioniert nicht, die Symbiose in der Zusammenarbeit erleichtert aber vieles im täglichen Aufgabenbereich eines Kampagnenmanagers. Eine Software benötige so viele Informationen und Datenpunkte wie möglich, um optimal verschiedenste Einflussfaktoren beachten zu können. Allein das Gebotsmanagement im Match Type „weitgehend“ ist für eine Software schwierig, da Google bei Erhöhung des CPC das KeyWords an vielen weiteren Auktionen teilhaben lässt. Das kann thematisch passen, muss aber nicht.

Gebotsstrategien (Gerhardt Jahns – Finwaa)

Zum Thema Gebotsstrategien teilte Gerhardt Jahns die Erfahrungen von Finwaa dem Podium mit. Zu Beginn stellte er kurz und knapp alle Optionen vor und begann aus dem Nähkästchen und damit dem Alttag bei Finwaa zu plaudern. Dies war nicht nur für alle anwesenden Agenturen spannend, auch viele Inhouse-Manager teilten ihre Erfahrungen. Besonders heiß wurde die Gebotsoption “Ziel-CPA” bzw. “Ziel-ROAS” diskutiert. Viele machen häufig den Fehler, auf diese Gebotsstrategie mit zu wenigen Conversions aus der Historie zu wechseln. Somit hat Google nur wenige Datenpunkte und kann kein besseres Ergebnis als eine manuelle Handhabung der Kampagne erzielen. Googles Mindestwert liegt bei 15 Conversions in den letzten 30 Tagen, wir empfehlen hier mindestens 60 und vor allem braucht Google Zeit, um im ersten Schritt zu analysieren und im zweiten Schritt zu optimieren. Sprich, man sollte den Testzeitraum auf 4 bis 6 Wochen ansetzen. Wichtig, nach Pausierung fängt jeder wieder bei null an.

Google Shopping Advanced (Reinhardt Einwagner – Toolanbieter WHOOP)

Google Shopping Advanced war eine sehr ausführliche Darstellung der Möglichkeiten von WHOOP. Diese Software ist auf Shopping spezialisiert und bietet viele Strategien, um Google Shopping effektiver zu gestalten. Fazit: Jeder Kampagnenmanager sollte verschiedene Tools mal testen, vor allem bei einer hohen Anzahl an Produkten. KeyLearning: Auch bei Shopping sind umfangreiche negative Keywordlisten das Salz in der Suppe!

Tod dem Kampagnenmanager (Farschid Eshaghmohammadi – Freelancer)

Tod dem Kampagnenmanager war für mich mit Abstand die lehrreichste Session und Farschid polarisierte allein durch den Titel seines Vortrags. Er ist selbst Freelancer und hatte von einem Kunden den Auftrag, ein vollautomatisiertes AdWords Konto aufzusetzen mit einem täglichen Adspent von 10.000 Euro. Spätestens hier mussten alle Anwesenden mal tief einatmen, um wieder Luft zu bekommen. Viele anwesende AdWords Profis betreuen Kunden in dieser Größe, haben damit aber auch viel Arbeit. Wie sollte dann Farschid ein Konto dieser Größe vollautomatisiert aufsetzen können? Sind wirklich alle Kampagnenmanager und professionellen AdWords Agenturen überflüssig? Fazit: Farschid hat das Konto zum größten Teil mit dynamischen Kampagnen aufgesetzt plus Google Shopping & Remarketing Ads. Das Bidmanagement steuert er über einen vorgegeben ROAS auf Kampagnenebene, den der Kunde vorgegeben hat. Da das Konto vollautomatisiert läuft, können dem Kunden die vorhandenen Potentiale leider vorerst nicht aufgezeigt werden. Mit Sicherheit kann Google bei vielen Datenpunkten (Conversions) das Konto automatisiert betreuen; nur bei solch einem Adspent ist dies sehr risikobehaftet und wir denken, dass der Kunde sich bald bei Farschid telefonisch meldet.

Performance Automation mit Datenfeeds (Marcel Verhofnik – Toolanbieter SMEC)

Marcel von SMEC wozu auch WHOOP gehört hatte einige Tipps für SERCH ADS dabei. Bei Tools von SMEC ändert das Tool aufgrund vieler Datenpunkte einzelne Teilbereiche einer Anzeige und ermöglicht ebenfalls Informationen von extern wie aktuelle Preise öder Verfügbarkeiten über Platzhalter im Anzeigentext unterzubringen. Somit steigt die Qualität, die Klickrate erhöht sich und der Klickpreis fällt. Anhand von vielen Tests konnte er einige Beispiele zeigen und gab Tipps zur Gestaltung von Titel und Beschreibung im Anzeigentext. SMEC kümmert sich dabei hauptsächlich um SERCH ADS und WHOOP um Google Shopping.

Anzeigentests (Martin Roetgerding – Agentur Bloofusion)

Da sich am Morgen der Beginn der Veranstaltung 30 Minuten verzögert hatte, war die Uhrzeit zu Beginn der letzten Sessions schon sehr fortgeschritten. Martin Roetgerding ist Head of SEA bei der Agentur Bloofusion und stellte seine Erfahrungen mit verschiedenen Anzeigentests vor. Dabei ging er hauptsächlich auf statistische Fehlerquellen bei der Erstellung von Tests ein und zeigte anhand der bekannten Trickfilmserie die “Simpsons” potentielle Fehler auf. Es macht keinen Sinn, identische Anzeigen zu testen oder Tests so lange zu fahren bis der gewünschte Erfolg eintritt. Vielmehr sollten nicht nur einzelne Parameter wie Klickrate als Grundlage genommen werden, sondern auch die Entwicklung der Impressionen verglichen werden!

SEAcamp Jena Übersicht Themen 2

Unser Fazit:
Auch dieses Jahr haben wir wieder viel gelernt und spannende Eindrücke gewonnen. Eine Podiumsdiskussion der anwesenden Experten über aktuelle Trends und Probleme am Ende der Sessions hätte das Camp noch perfekt abschließen können. Das Steigenberger Hotel als Veranstaltungsort ist gut gewählt und kulinarisch ein absolutes Highlight. Wir versuchen auf jeden Fall, auch nächstes Mal wieder mit dabei zu sein!

Übrigens:

Auf dem diesjährigen SEACamp wurden auch sehr oft die Basics eines Google AdWords Kontos betont. Das richtige Wahl von KeyWords ist die Grundlage für den Erfolg. Nachfolgend deshalb noch ein kleines Tutorial aus dem Youtube Kanal von Google.


Quelle: Video by Google AdWords – 5 tips for choosing the right keywords in AdWords

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