Mehr aus Preisvergleichern rausholen – am Beispiel der Möbelbranche

Es gibt eine ganze Reihe von Preisvergleichsportalen, die man als Onlinehändler als weiteren Vertriebskanal nutzen kann. Hier kommt es natürlich auch immer auf das spezifische Produkt an, was man vertreibt. Beispielsweise ist es für Autohändler sinnvoll, sich auf Portalen wie auto.de oder automobile.de zu bewegen, wohingegen Kleidung eher auf dem Portal fashion24.de oder Möbel bei den Preissuchmaschinen living24.de oder mobello.de gelistet werden.

Allerdings gibt es auch Preisvergleicher, die sich für eine Vielzahl von Produkten eignen und damit zu den wohl bekanntesten deutschen Preisvergleichsportalen gehören – wie Idealo.de, Billiger.de und Guenstiger.de. Die hohe Reichweite dieser Portale bietet Onlineshops einen weiteren Kanal, neben dem Suchmaschinengiganten Google, um ihre Produkte zu präsentieren. Das veranlasst viele Shops, auf eine Multi-Channel-Strategie zu setzen, Neukunden zu gewinnen und den Umsatz zu steigern. Doch nur die Präsenz der eigenen Produkte auf solchen Portalen allein reicht nicht. Um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen, sind kontinuierliche Optimierungen nötig.

Portale, die speziell für die Möbelbranche geeignet sind:
  • living24.de
  • mobello.de
  • moebel.de

Wir möchten Ihnen heute einige Tipps an die Hand geben, wie Sie mehr aus Ihren Preisvergleichsportalen rausholen – egal, welche Sie nutzen!


1 Tool zur Verwaltung der Produkte in mehreren Preissuchmaschinen

Es ist nicht immer vorteilhaft, alle Produkte, die in einem Shop verfügbar sind, auch direkt in allen Preisvergleichsportalen anzubieten. Daher empfehlen wir die Nutzung eines Tools wie Lengow, mit dem die Feeds einfach für alle Preisvergleichsportale angepasst werden können (Attribute & automatische Regeln z.B. für Versandkosten festlegen). Zudem ist es möglich, den Produktkatalog je nach Leistung der einzelnen Produkte einfach zu optimieren und umfangreiche Statistiken zur Auswertung heranzuziehen.

2 Feedvorgaben der Anbieter beachten

Wichtig ist vor allem, dass Sie die Feedvorgaben der einzelnen Anbieter beachten. Jeder Anbieter hat bestimmte Vorstellungen, wie der zu übermittelnde Feed aussehen soll. Ohne einen korrekten Feed werden Ihre Produkte nicht gelistet. Zur einfachen Erstellung von Feeds für unterschiedliche Preisportale bietet sich ein Tool an wie in Punkt 1 bereits empfohlen. Dadurch kann der Feed hinsichtlich seiner Attribute einfach angepasst werden und Sie können später spezielle Regeln festlegen, zum Beispiel, ob ein Produkt überhaupt ausgespielt werden soll und in welcher Kategorie oder ab wann mehr bzw. weniger Versandkosten erhoben werden.

3 Feed mindestens täglich aktualisieren

Aktualisieren Sie Ihren Feed mindestens einmal täglich und übermitteln diesen dann an die Preissuchmaschinen. So ist es Ihnen möglich, Produkte, die nicht mehr im Lager vorrätig sind, von der Produktplatzierung im Portal auszuschließen und die Preise immer auf dem aktuellsten Stand zu halten.

4 Attraktive Produktpräsentationen

Wer selbst schon einmal Preissuchmaschinen genutzt hat, der weiß, dass diese die Suchergebnisliste zunächst immer nach dem Verkaufspreis sortieren. Das günstigste Angebot wird jedoch nicht automatisch am häufigsten gekauft. Neben dem Preis achtet der potenzielle Kunde gleichzeitig auf (siehe Beispiel Tripod Stehlampe):

  • genaue Produktbeschreibungen (Abbildung 1, Punkt 1)
  • detailgetreue Produktfotos (Abbildung 1, Punkt 2)
  • wahrheitsgemäße Versandkosten (Abbildung 2, Punkt 3) sowie eventuelle Rücksendekosten (Abbildung 2, Punkt 4)
  • Vorrat und Lieferzeit des Produktes sowie Versandspedition (Abbildung 2, Punkt 5)
  • im Shop verfügbare Zahlungsmethoden (Abbildung 2, Punkt 6)
  • vertrauensvolle Kundenbewertungen und Zertifikate wie Trusted Shops (Abbildung 2, Punkt 7)

User Interface der Preissuchmaschine Billiger.de mit den Suchergebnissen von Standleuchte

Abbildung 1: Beispiel Billiger.de

User Interface der Preissuchmaschine Billiger.de mit den Suchergebnissen von Standleuchte

Abbildung 2: Beispiel Idealo.de


Weiterhin ist es wichtig, dass die in der Preissuchmaschine angegebenen Fakten mit denen im Shop übereinstimmen, um einen Kaufabbruch zu verhindern. Ganz oft ist es der Fall, dass sich Kunden weder für die günstigsten Produkte noch für die teuersten entscheiden, sondern für einen Artikel im mittleren Preissegment, wo sie das Gefühl haben, dass das Preis-Leistungsverhältnis stimmig ist.

5 Kosten-Umsatz-Relation immer im Blick behalten

Sobald die ersten Käufe im Shop getätigt wurden, laufen die Daten (bei Nutzung der entsprechenden Software) in Echtzeit im Dashboard ein. Ab jetzt kann optimiert werden, was das Tool hergibt. Zum Beispiel passen Sie das Angebot dahingehend an, indem Sie Produkte, die häufig geklickt werden und damit hohe Klickkosten verursachen, jedoch nur selten oder gar nicht gekauft werden, deaktivieren. Des Weiteren kann man bestimmte Regeln festlegen wie:

  • nur Produkte platzieren, deren Umsatz in den letzten 7 Tagen größer ist als 100€,
  • nur Produkte anbieten, die mindestens 150 Klicks in den letzten 30 Tagen generiert haben,
  • nur Produkte anbieten, deren Absatz größer als 5 ist,
  • Produkte mit einem ROI unter 30% deaktivieren oder
  • nur Produkte platzieren, die eine bestimmte Marge erzielen.

Testen Sie verschiedene Maßnahmen, bis Sie die Klick- und Conversionrate bei guter Kosten-Umsatz-Relation erreicht haben, auf die Sie hinaus wollten.


Sie haben Fragen dazu, sind interessiert an einer Beratung oder möchten gerne selber auf Preisvergleichsportalen aktiv sein? Dann schreiben Sie uns! Wir rufen Sie zurück!

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