Pinterest – Ein Überblick

Interesting Pinterest: Machtkampf der Social Networks

Seit dem zweiten Quartal des Jahres 2012 erfreut sich die Soziale Plattform Pinterest auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Und Facebook, bis dato ungeschlagener Herrscher über die Social- Media- Welt bekam einen ernsthaften Konkurrenten. Das visuelle Social Bookmark Portal Pinterest erwies sich hinsichtlich des Referral Traffics als beliebter als der Social Media Magnat. Und trotz der Gemeinsamkeiten der Sozialen Netzwerke hinsichtlich der Funktionen (Likes, Teilen, Kommentare) blieb den Betreibern von Facebook wohl nichts anderes übrig als entweder eine Strategie zur Steigerung des Traffics zu entwickeln um den eigenen Thron zu retten, oder aber mit dem Newcomer zu kooperieren – was zugegebenermaßen ein völlig neuer Weg wäre, den Facebook da einschlüge, wenn man an die Übernahme des Softwareunternehmens Burbn durch Facebook denkt. Diese entwickelte vor einiger Zeit die Fotosharing- App Instagram für mobile Geräte. Auch Instagram war bei den Usern sehr beliebt und wurde als erstzunehmende Facebook-Konkurrenz angesehen. Und Facebook kaufte das Unternehmen.

Pinterest goes Facebook – Facebook goes Pinterest

Die gleiche Vorgehensweise wurde von einigen Social- Media- Spezialisten hinsichtlich einer Übernahme der Bilderplattform Pinterest durch Facebook erwartet. Doch dazu kam es nicht, denn die Facebook-Betreiber schlugen den anderen, geradezu innovativen Weg ein: Sie kooperierten. Nicht nur, dass man sich nun auch über Facebook (und Twitter) bei dem Pinning- Dienst einloggen kann – es gibt sogar eine Facebook- App über die man direkt vom eigenen Profil auf ein Pinterest- Board, also einen interessengelenkten Teil des Fotoalbums gelangt. Und dies ist vor allem für Unternehmen, die ins Pinning- Business einsteigen wollen, interessant – hinsichtlich Online Marketing und E-Commerce.

Pinning Business: Umsatzsteigerung durch zielgerichtetes Marketing über die Bilderplattform Pinterest

Wie eine Studie des Online- Marktplatzes Boticca ergab, gaben Pinterest- Nutzer, die durch die Plattform zum Kauf animiert wurden 50% mehr (ca. 80US$) aus als Facebook- Nutzer (ca. 40US$). Auf Seiten des E-Commerce scheint sich die Einrichtung eines Pinterest- Accounts also zu lohnen, was wiederum auf gezieltes Online Marketing zurückzuführen wäre. Denn die visuellen Aspekte, auf denen Pinterest aufbaut, eignen sich hervorragend um (ein) Produkt(e) im rechten Lichte und attraktiv für (potentielle) Kunden darzustellen. Hier wird die Schokoladenseite eines Produktes in Szene gesetzt und der Betrachter zum Kauf animiert.
Aber nicht nur zum Produktmarketing eignet sich ein Pinterest- Account bzw. die Einbindung einer Pinterest- Facebook- App, sondern auch zum Eigenmarketing. So können visuell ansprechende Boards zur eigenen Unternehmensdarstellung dienen und über Facebook eingebunden werden, wodurch die Bekanntheit erhöht und somit auch potentielle Kunden erreicht werden.
Auch hinsichtlich SEO wirkt sich Pinterest positiv aus. Zwar ist Pinterest kein direktes SEO Tool, dennoch können die Bilder und Beschreibungen der „Tapete aus Träumen“, wie Pinterest vom Stern Magazin bezeichnet wurde, mit guten Keyword-Texten benannt werden. Sehr gut bewertete Seiten der eigenen Website können durch einen Link im Pinterest- Account eingesetzt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, einzelne Boards nach Produktgruppen anzulegen. Pinterest bietet auch eine Preisfunktion an. Durch diese können die Nutzer dann direkt auf den Online-Shop weitergeleitet werden. Und natürlich kann mit Pinterest auch Markt- bzw. Bedürfnisforschung betrieben werden, denn durch die Veranstaltung von Wettbewerben können Unternehmen herausfinden, welche Produkte den potentiellen Käufern am ehesten zusagen. Natürlich gibt es noch eine Vielzahl an Tipps und Tricks für Unternehmen, die Pinterest nutzen möchten.

Hier gibt es die SEO Strategien und hier gibt es eine kostenlosen Guide für Unternehmen, die ins Pinning Business einsteigen wollen. Viel Spaß beim Lesen, Pinnen und Repinnen.

Gut gepinnt, ist halb gewonnen – ein Fazit

SEO- technisch kann also gesagt werden, dass Pinterest eine gute Möglichkeit darstellt, die eigene Unternehmensseite zu pushen. Aber auch hinsichtlich des Eigenmarketings und E Commerce kann Pinterest eine Bereicherung sein. Denn durch die vielen Funktionen und Möglichkeiten der Einbettung in Social Networks (neben Facebook auch Twitter), kann der Bekanntheitsgrad und Umsatz eines Unternehmens gesteigert werden. Wichtig ist bei der Nutzung, dass besonders attraktive Bilder auch eine Vielzahl von sogenannten Repinns (ähnlich Retweets) erwartet.