Online Marketing Trends 2015 Mobile Marketing
Mobile Marketing

Das Jahr 2015 hat gerade erst begonnen – daher wollen wir euch die wichtigsten Themen im Online Marketing des kommenden Jahres vorstellen. In unserer Blogreihe werden wir euch in den nächsten Wochen nacheinander verschiedene Trendthemen vorstellen. Den Anfang macht das Mobile Marketing.

Mobile Marketing Fakten

Bereits seit einigen Jahren gilt Mobile Marketing als Trendthema, doch mit den Entwicklungen im letzten Jahr haben mobile Geräte eine kritische Masse erreicht, die Werber nicht mehr ignorieren können. So erweiterte Google seinen Algorithmus und untersucht Seiten nun auf Mobiloptimierung. In den mobilen Suchergebnissen werden geeignete Seiten durch die Kennzeichnung „Für Mobilgeräte“ hervorgehoben und besser gerankt. Zur Mitte des Jahres konnte Facebook 399 Mio. Nutzer verzeichnen, die das soziale Netzwerk ausschließlich mobil nutzen – eine Steigerung um 82% zum Vorjahresvergleich. Das Smartphone hat es vom Gadget für Technikbegeisterte in die breite Masse geschafft: Über 60% der deutschen Mobilfunknutzer verfügen inzwischen über ein Smartphone. Auch die größeren Bildschirme werden das Mobile Marketing vorantreiben, im letzten Jahr gab auch Apple als letzter großer Hersteller die kleinen Bildschirmgrößen bei seinen Telefonen auf.

Werber müssen dort hingehen, wo sie ihre Kunden finden. Die tägliche Fernsehdauer geht allmählich zurück. Die Gruppe der Unter-30-Jährigen nutzt eher Facebook, als sich durch das Fernsehprogramm zu informieren. Und wird doch einmal der TV eingeschaltet, sind die jungen Nutzer in Werbepausen mit ihrem Second Screen beschäftigt. Um diese Zielgruppe zu erreichen, sind also neue Marketingkanäle nötig.

Wie erreiche ich meine Zielgruppe mobil?

Wo sollen Werbetreibende also zukünftig Werbung schalten? Bevor man anfängt, Werbung auf mobile Geräte zu schalten, sollte sichergestellt werden, dass die eigene Seite sich auch für Mobilgeräte eignet. Ansonsten hilft die beste Werbung nichts. Kunden, die an der Bedienung der Seite scheitern, werden diese frustriert verlassen und bei der Konkurrenz kaufen. Ist dies sichergestellt, sollten die meistgenutzten Anwendungen auf den Telefonen in den Fokus rücken. Dies sind vor allem soziale Netzwerke, Messenger und Suchdienste.

Zu den wichtigsten sozialen Netzwerken zählen Facebook, Twitter, Instagram und Pinterest, von denen aber nur die ersten beiden bisher in Deutschland das Schalten von Werbeanzeigen ermöglichen. Sowohl Instagram als auch Pinterest befinden sich mit ihrer Werbeplattform in der Testphase. Wie findet man nun das richtige Netzwerk für sein Produkt? Facebook eignet sich als größtes Netzwerk für fast jedes Produkt, da es über eine sehr breite Nutzerschaft verfügt. Auf Twitter findet man vor allem Leute, die Nachrichten verfolgen möchten, sowie ein technikaffines Publikum. Pinterest spricht vor allem kreative Personen an, die auf der Suche nach Inspiration sind. Instagram hat eine besonders junge Nutzerschaft, die ihre Erlebnisse durch Bilder mit ihren Freunden und Bekannten teilt.

Möglichkeiten der Zielgruppen-Auswahl bei Facebook

Facebook bietet die Möglichkeit anhand zahlreicher auswählbarer Kriterien, die Zielgruppe sehr genau zu definieren. Diese kann anschließend über beworbene Beiträge oder Werbung am rechten Seitenrand erreicht werden. Auf Twitter lässt sich die Zielgruppe weniger stark einschränken, jedoch erzielen Promoted Tweets ebenfalls eine hohe Reichweite. Auf allen Netzwerken kann zudem ein Firmenprofil angelegt werden, mit dessen Hilfe Fans und Follower über Neuigkeiten informiert werden können.

Anzeigenerweiterungen für mobile Geräte

Bei Suchanfragen ist, wie auch am Desktop, Google die unangefochtene Nummer 1. Werbeanzeigen lassen sich auch hier über AdWords schalten, die speziell an mobile Geräte ausgespielt werden können. Auch Anzeigenerweiterungen wie Telefonnummern, die sich mobil als sehr effizient erweisen, lassen sich separat für Smartphones schalten.

Über mobile Werbenetzwerke wie Googles AdMob und Facebooks Audience Network lassen sich zudem Werbeanzeigen in zahlreichen Apps schalten. Anhand von App-Kategorien lassen sich so relevante Zielgruppen erreichen. Diese Werbeform eignet sich sowohl für die Bewerbung eigener Apps als auch dazu, Besucher auf die eigene Seite zu locken.

 

Eine weitere Möglichkeit für mobile Werbung bieten Messenger. Zwar hat der populärste Anbieter Whatsapp bisher keine offiziellen Vermarktungsmöglichkeiten eingeführt, jedoch nutzen Unternehmen diese für kreative Kampagnen. Das Schweizer Radiosender SRF (Whatsapp) und die Fastfoodkette TacoBell (Snapchat) haben es vorgemacht. Snapchat bietet mittlerweile sogar buchbare Werbeanzeigen an. Besonders einfallsreich zeigte sich vor kurzem der Autovermieter Sixt und machte Werbung in der Flirt-App Tinder. Nach einem Match mit dem Firmenprofil schrieben Mitarbeiter in lockerer Form mit potenziellen Kunden, so wie diese es sonst von anderen Nutzern der App gewohnt sind.

Fazit

Der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Kunden wird immer härter. Werber müssen einen Weg finden, auch mobil ihre Zielgruppe anzusprechen. Die gezeigten Möglichkeiten stellen einen Anfang dar. Jedoch ergeben sich in der schnelllebigen Onlinewelt immer wieder neue Möglichkeiten. Marketer müssen den Markt genau beobachten, um neue Trends früh zu erkennen.

In der nächsten Woche widmen wir uns dem Thema Native Advertising und erklären, welche Perspektiven diese Werbeform hat.

Bildnachweis

Beitrags- & Headerbild: © Maksim Kostenko (#49745002) – fotolia.com

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