Mit K-I-S-S und Co. den Umsatz steigern

15 Tipps die einen positiven Effekt auf Ihren Shop ausüben können

Social Media, Conversion-Rate-Optimierung, E-Mail-Marketing & Usability Testing? Hinter diesen Begriffen verbergen sich teils komplexe und aufwändige Verfahren. Doch es geht auch anders. Wir zeigen, wie sich mit einfachen Methoden und Maßnahmen der Umsatz und Gewinn steigern lässt. Grundsätzlich gilt dabei der Leitsatz, keep it small and simple oder kurz K-I-S-S!

Social Media als Absatzmotor

Hierbei geht es weniger um die direkten Absatzmöglichkeiten, die zwar sicherlich gerade bei Facebook auch gegeben sind, allerdings sind die indirekten Effekte wesentlich wertvoller. Unsere Tipps zielen dabei auf den Aufbau einer langfristigen und dauerhaften Kundenbeziehung. Hierbei ist jedoch nicht die Quantität der Fans eine adäquate Meßgröße, sondern es gilt, Fans des eigenen Unternehmens zur Interaktion zu gewinnen. Je intensiver und je qualitativ hochwertiger eine Interaktion stattfindet, umso größer fällt der potenzielle Gewinn aus, da dadurch die Fans an das Unternehmen gebunden werden. Eine kostengünstigere Variante der Kundenbindung ist kaum möglich.

» Nicht Kunden oder Fans, sondern Freunde? Die Währung Vertrauen
Vertrauen ist nicht nur die Grundlage für eine Geschäftsbeziehung oder den Erwerb einer Dienstleistung, es ist vielmehr der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammen- und sie am laufen hält. Entsprechend sollten Sie mit Ihren Fans umgehen. Bringen Sie Ihnen Vertrauen entgegen, stärken Sie die Bindung und zeigen Sie ihnen Ihre Wertschätzung. Ihre Fans werden es Ihnen danken – und damit auch Ihre Umsätze.

» Aber Vorsicht: Nicht nur verkaufen!
Der Ton macht die Musik und gleiches gilt auch für Ihre Darstellung und Kommunikation in den sozialen Netzwerken. Wer nur versucht, seine Produkte an den Mann, respektive die Frau zu bringen, muss mit einer „Abstrafung“ durch seine Fans rechnen. Echte Interaktionen sind auf dieser Ebene nicht zu erwarten und im Extremfall werden Ihre Fans Ihrer Seite potenziell sogar den Rücken kehren. Setzen Sie daher auf eine gesunde Mischung und versuchen Sie, eine normale Kommunikation in Gang zu bringen.

» Wer gibt, dem wird geholfen werden
Kommunikation ist ein wesentlicher Faktor, jedoch längst nicht der Einzige. Entsprechend empfiehlt sich der dosierte Einsatz von kleinen Give-aways, Rabatten oder Sonderaktionen für die Kundenbindung bzw. als Anreiz für Fans einzusetzen. Denn, wer etwas anbietet, erhält in der Regel auch etwas dafür zurück.

» Die Seite steht, die Fans sind da und wo bleibt die Kommunikation?
Sie haben Ihre Facebook-Präsenz aufwendig gestaltet (gestalten lassen), konnten schon viele Fans generieren, aber die Interaktion lässt auf sich warten? Lassen Sie sich nicht entmutigen, mit dauerhaftem Engagement und den richtigen Incentives – und damit sind keine Geschenke gemeint – wird sich diese schon einstellen. Seien Sie nicht zu schnell frustriert, sondern drehen Sie an den Stellschrauben und modifizieren Sie gegebenfalls die Art Ihrer Kommunikation.

» Der richtige Umgang mit Kritik
Sie haben es geschafft und Ihre Seite findet entsprechenden Anklang inklusiver lebendiger Diskussionen. Bei jeder Diskussion besteht jedoch auch immer die Gefahr der Kritik oder einer vermeintlich unpassenden Äußerung – wie sollten Sie nun verfahren? Grundsätzlich gilt, löschen ist verboten! Kritik sollte beantwortet werden, kann aber unter Umständen auch mal so stehen gelassen werden. Wichtig ist in jedem Fall der entsprechende Umgang mit Fragen im allgemeinen. Setzen Sie auf eine offene Diskussion und ermutigen Sie Ihre Fans zur Teilnahme, etwa über Umfragen oder gezielte Fragen auf der Pinnwand. So können Sie selbst aus kritischen Einstellungen noch etwas positives für sich verbuchen und im Idealfall den Kunden/ Fan eventuell sogar überzeugen.

Wieso eigentlich K-I-S-S? Usability immer im Blick

» Keep it small and simple
Dieser kurze und prägnante Satz sollte zu Ihrem neuen, internen Leitsatz avancieren. Egal um was es sich handelt, der einfache Weg ist oftmals der richtige. Dies trifft bei internen Strukturen und Hierarchien genauso zu wie bei dem Design und der Nutzerführung Ihrer Webpräsenz bzw. Ihres Onlineshops. Es betrifft die Logistik und das Prozessmanagament. Und wenn das Kind – designtechnisch – schon in den Brunnen gefallen sein sollte, dann implementieren Sie zumindest eine gute Suche.

» Affiliates? Das ist was für mich!
Damit ist kein klassisches Affiliate-Programm gemeint! Verlassen Sie sich nicht allein auf sich selbst, sondern versuchen Sie Partner in Ihren Vertriebsprozess einzubinden. Mit sich ergänzenden Produktportfolios und gegenseitig gelisteten Produkten sowie deren Bewerbung – insbesondere Online, aber auch im Kundengespräch – können Sie kostenneutral und effizient neue Kunden generieren (lassen).

» Inhalte? Content is king!
Produkt- oder Leistungsbeschreibungen sollten möglichst kurz und prägnant formuliert werden. Zusätzlich empfiehlt sich der Einsatz von Videos oder Animationen, um bei den potentiellen Kunden die Neugier zu wecken. Dabei sollte auf ein passendes Design und eine ausgewogene Mischung geachtet werden. Setzen Sie also auf so genannte „Erklär-Videos“, um der Konversion einen Schritt näher zu kommen.

» Die Seite sauber halten Direkt an den vorhergehenden Punkt anschließend, richtet sich dieser Tipp. Überladen Sie Ihre Seite nicht mit Inhalten und vermeiden Sie, insbesondere in Onlineshops das Schalten von zusätzlicher Werbung oder anderen ablenkenden Bannern und Grafiken. Der Kunde soll sich schließlich auf das Einkaufen konzentrieren und dabei nicht von seinem Weg abgebracht werden.

» Keywords, Keywords, Keywords
Sie haben eine umfassende Keywordanalyse – siehe hierzu auch unseren Beitrag über SEA-Optimierung – durchgeführt, doch Ihre Kampagne will einfach nicht durchstarten? Dann haben Sie vielleicht die falschen Anzeigen geschaltet. Bestimmte Wörter ziehen wesentlich besser als andere. Statt „Prämien“ locken Begriffe wie „Geschenk“ oder „gratis“ deutlich mehr Nutzer in Ihren Shop. Nutzen Sie zur Bestimmung des besten Wordings beispielsweise einen A-B-Test.

E-Mail-Marketing – Der Erfolg gibt Recht

» Kommen Sie auf den Punkt – die Relevanz
Ein Newsletter muss mehr enthalten als nur etwas „heiße Luft“. Überzeugen Sie Ihre Empfänger mit der Relevanz Ihrer Meldungen, dem Preis eines Produkts oder bieten Sie exklusive Rabatte, Gutscheine oder Sonderaktionen an.

» Weniger ist mehr
Dies gilt nicht nur in der Modebranche oder der gehobenen Gastronomie, sondern auch im E-Mail-Marketing sollten Sie diese eherne Grundregel beherzigen. Es trifft sowohl bei der Versandfrequenz zu – nicht öfter als 2x im Monat – aber ist ebenfalls für den Inhalt relevant. Zu lange, womöglich unformatierte Texte erschlagen den Empfänger. Konzentrieren Sie sich daher auf ein, maximal zwei bis drei Themen, die Sie im Newsletter dann nur kurz anteasern und den Empfänger anschließend, einmal angefüttert, auf Ihre Webseite bzw. in Ihren Shop bringen.

» Die richtige Ansprache
Auch dieser Tipp ist in doppelter Hinsicht gemeint. Zum einen sollten Sie einen neuen Abonennten freundlich begrüßen, ihm die Mechanismen näher bringen und das Ganze eventuell sogar noch mit einem Gutschein anreichern, denn so steigern Sie das Interesse und vermeiden beim neuen Empfänger ungeliebte Überraschungen. Es gilt jedoch auch für die Ansprache in Ihrem Newsletter. Personalisieren Sie die Ansprache so weit wie möglich, seien Sie kreativ in Ihren Formulierungen und halten Sie die Ansprache so knapp wie möglich.

» Woher kommen meine Abonennten?
Sie haben ein hohes Traffic-Aufkommen auf Ihrer Seite, aber kaum Newsletter-Empfänger? Neben Ihren Shopkunden gibt es eine Vielzahl weiterer Besucher auf Ihrer Seite, schaffen Sie für diese Anreize Ihren Newsletter zu abonnieren und legen Sie dabei die Eintrittshürde so gering wie möglich! Ein Hinweis, das nur eine E-Mail-Adresse notwendig ist und die Daten nicht weitergereicht werden, hilft hierbei schon ungemein.

» …bis in alle Ewigkeit
Besitzen Sie einmal die Mail eines Kunden oder eines Abonnenten, dürfen Sie ihn bis in alle Ewigkeit mit Mails bombardieren? Mitnichten! Nicht nur rechtlich bewegen Sie sich dabei auf glattem Eis, sondern auch was die Gunst Ihrer Kunden anbelangt, will in dieser Beziehung jeder Schritt wohl überlegt sein. Verwenden Sie für Ihre Kampagnen keine Adressen von Kunden, die bereits seit über einem Jahr das letzte Mal bei Ihnen bestellt haben oder überlegen Sie sich zeitlich begrenzte Kampagnen einzusetzen.

Wenn Sie diese Tipps beachten und umsetzen, sollte sich bereits nach kurzer Zeit ein gesteigerter Umsatz in Ihrem Onlineshop bemerkbar machen. Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder eine detaillierte Analyse Ihres Shops wünschen, stehen wir Ihnen mit unserer Expertise gern zur Verfügung oder erstellen Ihnen ein – selbstverständlich kostenfreies und unverbindliches – Angebot.