Girls’Day – Mädchen können das doch auch!

Manuel mochte Bagger schon, seit er noch nicht einmal laufen konnte. Er arbeitet in der Schule gut mit, Mathe, Physik und Chemie sind seine Lieblingsfächer. Schon lange interessiert er sich für die Arbeit des Ingenieurs, will später einmal richtig große Projekte realisieren. Von Freunden, Lehrern und Eltern bekommt er jede Menge Unterstützung: Bücher, Besuche in technischen Museen, Praktika. Am Ende entscheidet er sich für ein Studium der Umwelttechnik und fühlt sich, als ob er das Richtige gefunden hat. Das, was wirklich zu ihm passt.

Was, wenn Manuel ein Mädchen wäre? Was würde Manuela heute wohl studieren?

Am 27. April ist Girls’Day 2017! Schon davon gehört?

Der Girls’Day möchte dort Abhilfe schaffen, wo sie noch immer dringend benötigt wird: beim Ungleichgewicht der Geschlechter in MINT-Fächern und anderen „typischen Männerberufen“. Die Grundidee ist ganz einfach: Damit Mädchen sich häufiger für eine Ausbildung oder ein Studium aus einem technischen Bereich entscheiden, müssen sie solche Berufe einfach einmal kennengelernt haben. Denn wenn Mädchen früh in Kontakt mit Physik-, Chemie- und Technik-Berufen kommen, steigt die Chance, dass sie ihre Leidenschaft für diese Bereiche entdecken und später einmal einen Beruf in einem dieser Felder ergreifen. Was man nicht kennt, das wählt man auch nicht. Eigentlich logisch, oder?

Wofür braucht man einen Mädchen-Zukunftstag?

Fakt ist: Mädchen haben im Durchschnitt die besseren Schulabschlüsse und bekommen die besseren Noten als Jungs. Trotzdem sind Mädchen in Studiengängen wie Informatik oder Ingenieurswissenschaften extrem unterrepräsentiert. Sie wagen sich selten an die sogenannten MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, und schöpfen das breite Angebot an Berufsoptionen nicht voll aus. Junge Maedchen bedienen LaborgeraeteDie Leidtragenden sind dabei auch die Unternehmen: Der qualifizierte Nachwuchs fehlt vor allem im technischen Bereich, hier wäre eine größere Anzahl an Studierenden toll.

Seit 2001 gibt es den Girls’Day, und die Resonanz wird immer größer. Im Jahr 2017 nehmen zum ersten Mal mehr als 10.000 Unternehmen teil! Sie bieten den Mädchen am 27. April an, für einen Tag hinter die Kulissen zu schauen, Laborluft zu schnuppern und selbst Hand anzulegen. Denn beim Girls’Day geht es darum, aktiv teilzunehmen, Berufe kennenzulernen, die man sonst vielleicht niemals in Erwägung gezogen hätte, und Leidenschaft zu entdecken. Teilnehmen können alle Schülerinnen ab der 5. und bis zur 10. Klasse.

Der Girls’Day in Thüringen: Was Mädchen in Jena, Erfurt & Umgebung alles entdecken können

In ganz Deutschland und damit natürlich auch in Thüringen können Mädchen am 27. April die technische und techniknahe Arbeitswelt kennenlernen. Von großen Unternehmen wie Microsoft und IBM Deutschland über lokale Polizeiinspektionen und Feuerwehrwachen bis hin zu Unis und Fachhochschulen ist alles dabei, was mit Technik oder Naturwissenschaft zu tun hat oder einfach nur „typisch Junge“ ist.

In Thüringen warten zum Beispiel Angebote der Thüringer Bundespolizei, der Thüringer Energie AG oder der Bundeswehr auf die Mädchen. Dort kann man ausprobieren, was es hieße, Mechatronikerin, Fluggerätemechanikerin oder Softwareentwicklerin zu sein. Wer als Unternehmen mitmachen will, meldet sich auf www.girls-day.de an, trägt einige wichtige Daten ein und bekommt dann am kommenden Donnerstag vielleicht schon Besuch!

Boys’Day? Aber klar doch!

Jungs sollen natürlich auch nicht zu kurz kommen, oder? Auf die berechtigten Einwände hin, dass es auch viele Berufe gibt, in denen Männer stark unterrepräsentiert sind, gibt es seit 2011 am gleichen Tag, an dem der Girls’Day stattfindet, den Boys’Day! Am Zukunfts-Jungstag können Jungen in soziale, pflegerische und erzieherische Berufe reinschnuppern.

IronShark GmbH freut sich, die Aufmerksamkeit für diese tolle Aktion erhöhen zu können! Auch im Bereich Informatik und IT hoffen wir, in der Zukunft mehr Mädels und Frauen begrüßen zu dürfen, und warten schon ungeduldig auf clevere neue Programmier-Kolleginnen!

Mehr Infos zum Girls’Day findet ihr unter www.girls-day.de!

Bildquellen

  • Beitragsbild „girlsday_beitragsbild.png“, Quelle: Fraunhofer IZS, Lizenz CC BY-SA 3.0; wurde bearbeitet
  • Logo „Kompetenzz_14447_GDLogo-zeitlos_ML1.1-300×105.jpg“, Quelle: Girls’Day, Lizenz CC BY-SA 3.0
  • Bild „maedchen_im_labor.jpg“, Quelle: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., Lizenz CC BY-SA 3.0