Shopping Anzeigen von Google oder Bing
Shopping Anzeigen Erstellung in Bing

Seit knapp zwei Monaten bietet Bing Shopping Anzeigen nun auch in Deutschland an. Zeit, um erste Aussagen zur Handhabung, Ähnlichkeit zu Google Shopping und zum Erfolg treffen zu können.

– Gastbeitrag von PPC Blog –

Was sind Shopping Anzeigen?

Shopping Anzeigen sind Produktbildanzeigen inkl. Kurzbeschreibung und Preisangaben. Diese Anzeigen erscheinen meist rechts neben den bezahlten Suchanzeigen, manchmal auch oberhalb. Um die Schaltung von Shopping Anzeigen auszulösen, benötigt man ein Produktdatenfeed welches die Produkte des Shops samt Beschreibung, ID, Preis uvm. beinhaltet. Dieses Feed kann man dann in ein sogenanntes Merchant Center Konto hochladen und mit dem dazugehörigen AdWords, oder in diesem Fall, Bing Ads Konto verknüpfen. Nach erfolgreicher Verknüpfung der Konten kann dann mit der Erstellung der Shopping Anzeigen begonnen werden. Anders als bei bezahlten Suchanzeigen, die auf Keywords ausgerichtet sind, werden Produktanzeigen anhand der Daten im Feed zu den Suchanfragen „gematcht“ .

Google Shopping Anzeigen im Vergleich zu Bing Shopping Anzeigen:

Adwords Anzeigen

Google Shopping Anzeigen

Bing Ads

Bing Shopping Anzeigen

Wie bei vielen anderen Features, hat sich Bing auch bei den Shopping Anzeigen deutlich erkennbar an das Design von Google angelehnt.

Shopping Anzeigen Erstellung in Bing

Die Produktanzeigen von Bing ähneln denen von Google nicht nur im Design, auch die Erstellung ist sehr ähnlich und sollte erfahrenen Google Shopping Usern leicht fallen.

1 | Das Merchant Center

Bing-MerchantIm eingeloggten Bing Ads Bereich befindet sich unter Tools ein Link zum „Bing Merchant Center“. Hier muss zunächst ein neuer Shop eingerichtet werden und in den Bing Webmastertools der Nachweis erbracht werden, dass man Besitzer der Website ist.

Anschließend kann dann im Merchant Center ein neuer Katalog erstellt werden. Damit ist ganz einfach das Hochladen des Produktdatenfeeds gemeint. Hier stellt Bing drei Optionen zum Übermitteln der Produktdaten zur Verfügung:

  • Datei automatisch von URL herunterladen
  • Datei mit FTP hochladen
  • Datei manuell hochladen

Bing Merchant Center

Falls die Feeddatei auf einem öffentlich zugänglichen Server liegt, empfehlen wir Variante 1, da hier sichergestellt ist, dass die Produktdaten immer auf dem aktuellen Stand sind. Welche Spalten im Feed enthalten sein müssen, entnimmt man am besten den Produktfeedspezifikationen von AdWords, da diese um einiges ausführlicher beschrieben ist als die Erklärung von Bing.

Nach erfolgreichem Upload der Datei erscheint nach ca. 24 Std. eine Produktübersicht, in der aktive, nicht überprüfte oder abgelehnte Produkte grafisch dargestellt werden:

Sollten Produkte fehlerhaft sein, können Sie in der Katalogverwaltung eine Beschreibung des Fehlers einsehen und diesen beheben.

Katalogverwaltung

2 | Kampagnen Erstellung

Nach erfolgreichem Setup des Merchant Centers, kann wieder zurück in die Bing Ads Onlineoberfläche gewechselt werden. Dazu navigiert man, wie gewohnt, auf „Kampagne erstellen“, wählt jedoch nicht Suchkampagne sondern die neu verfügbare Option „Einkaufskampagne“ aus.
Auch im nächsten Schritt, den Kampagneneinstellungen, ist die Ähnlichkeit zu AdWords klar erkennbar.

Kampagnen Erstellung

Navigation der Bing Ads Oberfläche

Anzeigengruppenaufteilung

Beispiel einer Anzeigengruppen-Aufteilung nach Marke, runtergebrochen bis auf ID-Ebene.

Kampagneneinstellung bei Bing

Kampagnen Erstellung 2

Neben Standardeinstellungen wie Standort oder Budget, bietet auch Bing ein Priorisierung der Kampagne in drei Stufen, von niedrig bis hoch an. Das ist z.B. praktisch um High-Performer oder saisonale Produkte zu pushen. In der neuen Kampagne hat man ebenso wie bei Google die Möglichkeit, Produktgruppen anhand von Filtern zu erstellen. Gefiltert werden kann nach Marke, ID, Bedingung, Kategorie, Produkttyp aber auch nach benutzerdefinierten Labels, die selbst im Feed bestimmt werden können. Sofern es die Struktur des Feeds zulässt, empfiehlt es sich die Shopping Kampagne in mehrere Anzeigengruppen zu unterteilen und dabei so granular wie möglich vorzugehen. Die saubere Struktur ermöglicht später ein übersichtliches und schnelles Optimieren der Kampagne. Anzeigengruppen die viel Traffic generieren, sollten zusätzlich noch bis auf ID Ebene aufgeteilt werden um einzelne Kostentreiber aber auch Top Seller Produkte separat optimieren zu können.

3 | Performance der Bing Shopping Anzeigen

Daten eines Modekunden, der Shopping Anzeigen sowohl bei Google als auch seit kurzem bei Bing schaltet, lassen erste Performance-Vergleiche zu:

Performance

(Quelle: xpose360 GmbH)

89% weniger Impressions bei Bing sind aufgrund des hohen Marktanteils von Google nicht weiter verwunderlich, was allerdings sofort auffällt, ist die deutlich schlechtere Klickrate die die Bing Shopping Anzeigen aufweisen. Möglicherweise müssen sich die Bing User erst an das neue Anzeigenformat gewöhnen. Positiv sticht jedoch der wesentlich geringere durchschnittliche Klickpreis bei Bing hervor.

Unser Fazit

Wer bereits viel Zeit und Mühe in die Erstellung von Google Shopping Anzeigen gesteckt hatte, sollte Bing Shoppings Ads auf jeden Fall in Betracht ziehen. Die Shopping Kampagne in Bing lässt sich sehr leicht von AdWords spiegeln und liefert, wenn auch in geringerem Umfang, zusätzliche Performance.

Bildnachweis

Beitrags- & Headerbild: © pixabay.com
Screenshots: ©google.de / bing.com

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