Goodbye Product Listing Ads (PLAs), hello Google Shopping


Nach knapp eineinhalb Jahren hat Google beschlossen, seine alte Product Listing Ads-Systematik endgültig einzustellen. Die bereits erstellten und optimierten Feeds vieler Onlineshops gehören damit spätestens Ende August 2014 der Vergangenheit an. Höchste Zeit also, auf die neuen Google-Shopping-Kampagnen umzustellen!

Seitdem die Einstellung von Produkten bei Google Shopping kostenpflichtig ist, sind die Product Listing Ads neben den einfachen Textanzeigen wohl die erfolgreichsten AdWords-Kampagnen. Ideal ist aufgrund zahlreicher Synergieeffekte eine Kombination aus beidem. Es ist also nicht verwunderlich, dass Google nun zahlreiche Neuerungen einführt.

Google-Shopping-Anzeige mit dem Suchbegriff Deckenleuchten

Abbildung 1: Google-Shopping-Ergebnisanzeigen beim Suchbegriff „Deckenleuchten“

Was wird geändert und welche neuen Funktionen bietet Google Shopping?


Strukturierung und Verwaltung

Im AdWords-Konto soll die Usability erhöht und damit die Betreuung von Google Shopping vereinfacht werden. Die grundsätzliche Übertragung der Produktdaten für die Anzeigen über einen Datenfeed aus dem Merchant Center bleibt jedoch erhalten. Damit ist ein sauber erstellter und stets aktueller Feed unerlässlich für eine erfolgreiche AdWords-Kampagne. Neben dieser direkten Feed-Übermittlung können jetzt sämtliche Einstellungen über das Google AdWords Konto verwaltet werden.

Zwei große Vorteile bringt das neue Google Shopping mit: Erstens ist die Optimierung des Feeds einfacher zu verwalten und zweitens können die Kampagnen bequemer ausgewertet werden, das bedeutet ohne einen Wechsel zwischen dem Merchant Center und AdWords-Konto.

Neu ist
  • Strukturierung durch Produktgruppen
  • Abfrage der Leistungsdaten und Einstellen von individuellen Bietpreisen in einem Tab
  • Ausschluss von Produkten
  • Priorisierung von Kampagnen
  • Integrierte Mitbewerberanalyse
  • Automatische Übertragung von Produktdaten in Google Analytics

Auswertung

Alle Auswertungen befinden sich in der Shopping-Kampagne unter dem Reiter Produktgruppen > alle Produkte > einzelne Produktgruppen. Hier kann man dann die neuen Kennzahlen wie Benchmark Klickrate, Benchmark max. CPC und Anteil an möglichen Impressionen zu den üblichen Daten ablesen. Wie immer sind die Messwerte über Spalten anpassbar. Da es nun möglich ist, sich direkt mit den Wettbewerbern zu vergleichen, kann sehr gut beurteilt werden, ob eine Optimierung des Feeds vorteilhaft für die Performance der Shopping Kampagne ist. Ebenso neu hinzugekommen ist der Tab Dimensionen, der weitere Auswertungsdaten liefert.

Wie immer hat sich nicht nur alles zum Vorteil entwickelt und es ergeben sich auch ein paar nachteilige Dinge bei der Umstellung der PLAs auf Google Shopping. Zum Beispiel können Leistungs- und Auslieferungsdaten negative Veränderungen aufweisen. Durch den Vergleich mit den Mitbewerbern ist außerdem zu erwarten, dass die Bietpreise in naher Zukunft mehr ansteigen werden.

Wie gehen Sie am besten vor, damit wegen der neuen Kampagne nicht alle Impressions von heute auf morgen wegfallen?

Sie eröffnen eine neue Kampagne und wählen den Kampagnentyp „Shopping“ aus. Anschließend nehmen Sie alle Einstellungen wie üblich vor. Neu ist hier die Wahl des Absatzlandes. Das Absatzland ist im Merchant Center jedem Produkt zugewiesen und bestimmt daher, welche Produkte in dieser Kampagne enthalten sind. Die Produkte in der Kampagne werden in einer Produktgruppe angelegt und als „alle Produkte“ bezeichnet. Zudem gibt es die erweiterten Shoppingeinstellungen, wo man Prioritäten setzen und Produkte über den Inventarfilter ausschließen kann.

Screenshot der neuen Google Shopping Kampagnen-Struktur

Abbildung 2: Neue Kampagnen-Struktur von Google Shopping

Alle Produkte können in verschiedene „Produktgruppen“ unterteilt werden. Hierfür sind spezielle Feedspezifikationen nötig. So können beispielsweise mit Hilfe der Attribute Marken oder Produkttypen neue Produktgruppen erstellt werden. Für jede zuvor angelegte Produktgruppe kann dann ein eigener Bietpreis bestimmt werden und Leistungsdaten werden getrennt erstellt. Zur ersten Unterteilung der Produktgruppen kann man sich an der Aufteilung des Onlineshops orientieren oder man möchte eine bestimmte Produktkategorie bzw. Marke stärker bewerben, da sie eine höhere Marge bringt. Nach längerer Schaltung der Produktgruppen ist es natürlich möglich, je nach Leistungsdaten immer feiner zu justieren.


Gern helfen wir Ihnen bei der Umstellung der Product Listing Ads hin zu Google-Shopping-Kampagnen!

Schreiben Sie uns einfach eine kurze Nachricht über das Kontaktformular.

Zögern Sie nicht und stellen Sie noch heute um!