Online Marketing Trends 2015 – Teil 3: Content-Marketing mit Videos

Im dritten Beitrag unserer Blogreihe „Online Marketing Trends 2015“ geht es um einen besonderen Teil im Content-Marketing: das Video-Marketing. Content-Marketing ist ein viel benutztes Buzzword, das für viele Marketingexperten nicht mehr brandneu, sondern schon selbstverständlich ist. Etwas anders sieht das mit Video-Marketing aus: Hier ist der Erfolg des Formats noch relativ jung, dafür aber ebenso durchschlagender. Und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

Video-Marketing: Wo wird es eingesetzt und warum ist es so erfolgreich?

Da immer mehr Nutzer Videoinhalte im Internet statt vor dem Fernseher konsumieren, setzen auch immer mehr Unternehmen im Bereich Onlinewerbung auch auf Marketing per Video. Der Vorteil liegt dabei auf der Hand: Videos sind leicht zu konsumierenmachen Spaß und lenken den Blick auf das Produkt bzw. das Unternehmen, ohne zu aufdringlich zu sein. Sie können mit nur einem Klick geteilt werden, transportieren emotionale Botschaften besonders gut und stehlen dem Nutzer kaum Zeit – er ist also eher bereit, sich auf diese Art der Werbung einzulassen.

Erfolgreich sind Videos aller Art schon, seit YouTube seinen Siegeszug angetreten hat. Durch diese Plattform änderte sich der Zweck, für den User das Internet verwenden, grundlegend und rückte den Unterhaltungswert immer weiter in den Fokus. Mit Verbreitung sozialer Netzwerke hat sich dies noch weiter verstärkt: Videos werden dort geteilt und den Freunden und Verwandten gezeigt, und mit dem richtigen Mix aus Idee, Originalität und Emotionen entwickelt sich so manches Werbevideo zu einem viralen Hit.

Für Unternehmen, die ins Video-Marketing einsteigen wollen, gibt es daher zwei lukrative Möglichkeiten:

  • direkt Videowerbung auf Videoportalen wie YouTube schalten, um die abwandernden Fernsehzuschauer zu erreichen, oder
  • ein Werbevideo drehen, bei dem die Marke in den Hintergrund rückt, und auf eine virale Verbreitung hinarbeiten.

Was ist Content-Marketing? 

Als Content-Marketingbezeichnet man eine Strategie im Onlinemarketing, bei der auf hochwertige Inhalte gesetzt wird, die für die Zielgruppe relevant sind. Unternehmen jeder Branche können Content-Marketing einsetzen: Möbelhäuser geben Deko- oder Renovierungstipps, Onlineshops für Kosmetik sammeln Artikel rund um Beauty und Hautpflege, und Technikshops betreiben Infoblogs zu den neuesten IT-News. So erhalten die Kunden weitere Anreize, die Seiten des 

Wo sich Fernsehzuschauer heute so aufhalten – Nutzer mit Video-Ads erreichen

Nach Google ist YouTube die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Die Nutzer sehen sich dort nicht nur Musikvideos oder kleine Filme an, sondern suchen nach Anleitungsvideos, Katzenvideos, Homevideos, Sportvideos, Rezensionsvideos, Gaming-Videos und vielem mehr. Für viele Unternehmen hat dies zur Folge, dass ihre Fernsehwerbung zunehmend weniger wahrgenommen wird: Nutzer schalten oft gar nicht erst ein, weil sie sich lieber Videos im Internet ansehen, oder beschäftigen sich, wenn sie doch mal wieder das TV einschalten, in den Werbepausen lieber mit Handy oder Tablet, bis die Sendung weitergeht.

Um diese Nutzer in Zukunft wieder besser zu erreichen, schalten Unternehmen immer häufiger Video-Ads, also Werbung auf Videoportalen wie beispielsweise YouTube. Zusätzlich können dort auch Display-Ads eingeblendet werden. Eine detaillierte Erläuterung der Möglichkeit rund um Video- und Display-Ads auf YouTube findet sich in unserem Blogbeitrag Zielgruppengenaue Ansprache mit Video-Ads.

Icondarstellung dreier Köpfe

Alles viral, oder was?! Wie man ein gutes Video dreht

Der Teil des Video-Marketings, der direkt Teil des Gebiets „Content-Marketing“ ist, meint dagegen in erster Linie die Produktion von alleinstehenden Videos, deren werbender Faktor teilweise oder fast komplett in den Hintergrund tritt. Aktuelle Beispiele für virale Videos sind zum Beispiel First kiss (Werbender: Wren Studios)Supergeil (Werbender: Edeka) und #LikeAGirl (Werbender: Always).

Kampagnen, die es zu besonders großem Erfolg gebracht haben, haben oft ähnliche Grundstrukturen und setzen auf die gleichen Faktoren. Dass sich solche Videos viral verbreiten, ist dann selten reiner Zufall. Stattdessen setzen die Erschaffer auf bestimmte Ideen, die die beste Grundvoraussetzung schaffen, und geben sich dann alle Mühe, die virale Verbreitung optimal anzukurbeln. Doch was muss ein Video haben, um optimal bei der Zielgruppe anzukommen und sich quasi von selbst zu verbreiten?

7 Tipps, wie man erfolgreiche Videos dreht

1. Das Video muss Emotionen erzeugen – welcher Art auch immer.

Videos werden nur dann zu einem Hit, wenn sie Emotionen erzeugen. Virale Videos sind lustig oder bewegend und erzeugen eine emotionale Reaktion im Zuschauer. Videos, denen wir unentschlossen gegenüberstehen, verbreiten wir nicht.

2. Das Video sollte das Markenimage transportieren, aber nicht zu werbend werden.

Ein virales Marketingvideo nützt keinem Unternehmen, wenn niemand weiß, von wem es ursprünglich stammt. Trotzdem sollte das Produkt sich nicht aufdrängen – dann schalten die Zuschauer schnell genervt ab.

3. Das Video muss gut sein, aber nicht unbedingt teuer.

Für ein gutes Video sorgen meist Idee, Umsetzung und Optik. Das erfordert Können, aber nicht unbedingt ein großes Budget. Viele virale Hits sind auffällig günstig produziert, überzeugen dafür aber mit ihrem Drehbuch.

4. Das Video muss eine Geschichte erzählen.

Wer Menschen erreichen will, tut das am besten über Geschichten. Man sollte im Voraus darüber nachdenken, was man eigentlich erzählen will, mit welchen Bildern es erreicht wird und wie sich diese Geschichte im Verhältnis zur Marke positioniert.

5. Das Video sollte kurz sein und am besten unter der Woche veröffentlicht werden.

Weil Zeit nun einmal Geld ist und Nutzer ihre nicht zu verschenken haben, haben kurze Videos mehr Chancen, einen Eindruck zu hinterlassen und sich wie von selbst weiterzuverbreiten. Nutzer sind eher geneigt, ein Video anzusehen, wenn sie dafür nur eine Minute oder anderthalb aufwenden müssen. Längere Videos bleiben häufiger unbeachtet. Die beste Zeit zur Veröffentlichung ist meistens der Anfang der Woche: Viele Nutzer schauen kurze YouTube-Videos an Werktagen auf der Arbeit.

6. Das Video muss von weiteren Marketingmaßnahmen unterstützt werden.

Einfach nur ein Video drehen, es bei YouTube und Facebook veröffentlichen und dann abwarten, das führt selten zum Erfolg. Im Optimalfall wird das Video nach der Produktion von weiteren Marketingmaßnahmen unterstützt.

7. Wer auf Facebook als Kanal setzt, sollte das Video auch dort veröffentlichen – und nicht einfach auf YouTube verlinken.

Nur wenn das Video direkt auf Facebook hochgeladen wird, können alle Facebook-Optionen ausgeschöpft und so ein Maximum an Reichweite erzeugt werden.

In den letzten beiden Wochen haben wir uns mit den Themen Mobile Marketing (Teil 1) sowie Native Advertising (Teil 2) beschäftigt. Kommende Woche folgt der vierte Teil zum Thema „Die Customer Journey über mehrere Kanäle verfolgen“.

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