LinkedIn Ads schalten
LinkedIn Ads schalten
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Werbung über Google Ads oder auch Facebook sind bereits üblich für viele Unternehmen. Einen etwas neues Terrain in Deutschland stellen die LinkedIn Ads dar – abgesehen von klassischen Jobanzeigen, die schon länger genutzt werden. 

Gemanagt werden LinkedIn Ads über die sogenannten LinkedIn Marketing Solutions. Dorthin gelangen Sie entweder über den direkten Link oder – falls Sie bereits zu einem Werbeaccount als Bearbeiter hinzugefügt wurden – über den Button “Werben” in der Menüleiste Ihres Kontos.

Marketing mit LinkedIn Ads

LinkedIn Ads: Die ersten Schritte

Um Ads über LinkedIn zu schalten, werden Sie zu Beginn aufgefordert, ein Konto einzurichten. Dort sind sowohl Personendaten aber beispielsweise auch das LinkedIn Unternehmenskonto zu hinterlegen. Nach dem Ausfüllen der gewünschten Informationen werden Sie zu LinkedIn Ads Manager weitergeleitet. 

Bevor Sie Ads schalten können, müssen zusätzlich Zahlungsinformationen angegeben werden. Üblich ist hier das Eintragen einer Kreditkarte.

Mitarbeiter oder Externe zur Verwaltung der LinkedIn Ads einladen

Möchten Sie die Verwaltung und Erstellung der Anzeigen nicht selbst übernehmen, sondern dies an einen oder mehrere Mitarbeiter übergeben, müssen Sie diese zum Werbekonto hinzufügen

Klicken Sie dafür oben rechts auf das Einstellungsrädchen und anschließend auf “Zugriffe verwalten”. Es öffnet sich nun ein kleines Fenster in dem die verantwortlichen Personen als Übersicht dargestellt sind. Wählen Sie hier “Bearbeiten” und anschließend “Nutzer zum Account hinzufügen” aus.

So fügen Sie einen neuen Nutzer zum LinkedIn Ads Konto hinzu

Geben Sie dann in die Suche den vollen Namen des Bearbeiters ein und stellen Sie die gewünschte Berechtigung ein. Der Nutzer muss nicht Ihrem Unternehmen zugehörig sein, ein LinkedIn Basic Account ist jedoch Voraussetzung. Sie können diesen dort auch später wieder entfernen.

LinkedIn Anzeigen anlegen: Das Kampagnenziel

Sobald Sie die eben genannten Schritte erledigt haben, steht dem Schalten von Ads nichts mehr im Wege. Um mit der Erstellung von Werbeanzeigen zu beginnen, klicken Sie oben rechts auf die Schaltfläche “Kampagne erstellen”.

Kampagne auf LinkedIn erstellen

Bei der LinkedIn Ads Erstellung werden Sie zuallererst nach der Auswahl des Kampagnenziels gefragt. Bevor Sie dies jedoch tun, sollten Sie einen Namen für die Kampagnengruppe sowie einen Kampagnennamen eintragen. Beides dient dazu, Ihr Ads Konto besser zu strukturieren und Kampagnen leichter wiederzufinden.

LinkedIn Ads: Kampagne erstellen

Welche Rolle spielt das Kampagnenziel auf LinkedIn? 

Zum einen spiegelt es das Ziel Ihrer Anzeigen wider und zum anderen entscheidet es darüber, wie LinkedIn die Anzeigen ausrichtet und welche Berichte bereitgestellt werden. Das Kampagnenziel dient quasi dazu, wirklich zielorientiert Werbung zu schalten. 

Übergeordnet gibt es 3 Phasen in denen sich der Nutzer, dem Sie Ihre Werbung zeigen wollen, befindet: Awareness (Bewusstseinspahse), Consideration (Überlegungsphase) und Conversion (Konversionsphase). Je nach Stufe ist das Commitment für Ihr Unternehmen, Marke oder Produkte unterschiedlich hoch. Darunter staffeln sich dann die jeweiligen Kampagnenziele:

 

  • Awareness: Mit der Auswahl “Brand Awareness” können Sie das Ziel verfolgen, dass ein größerer Personenkreis mehr über Ihr Unternehmen erfährt.
  • Consideration: Ob “Webseitenbesucher”, “Engagement” oder “Videoaufrufe” – Hier geht es darum, dass sich die targetieren Personen mit Ihren Inhalten oder Angeboten auseinandersetzen. Dies kann zum Beispiel das Öffnen einer Landingpage, das Anschauen eines Videos oder die Reaktion auf einen Post sein.
  • Conversion: Hier können Sie zwischen “Lead-Generierung”, “Website-Conversion” und “Bewerber” wählen. Im Mittelpunkt steht hier ganz klar die gezielte Interaktion eines LinkedIn Mitglieds mit Ihrem Angebot: Der Kauf eines Produktes, das Ausfüllen eines Kontaktformulars oder die Bewerbung auf eine Ihrer ausgeschriebenen Jobanzeigen.

Der nächste Schritt: Zielgruppe festlegen für LinkedIn Ads

Egal für welches Ziel Sie sich entschieden haben, im nächsten Step können Sie die dafür notwendige Zielgruppe festlegen. Es lohnt sich in jedem Falle bereits vor dem Anlegen von LinkedIn Ads darüber nachzudenken, wen Sie mit Ihrer Werbung ansprechen wollen. Denn je spezifischer die Zielgruppe, umso relevanter ist die Anzeige für die jeweilige Person, was sich am Ende auch im Return on Investment bemerkbar machen kann.

Legen Sie als erstes fest, an welchem Standort sich Ihre Zielperson befindet und welche Profilsprache diese verwendet. Sie können hier auch Standorte gezielt ausschließen. Als nächstes können Sie nach Attributen suchen, die Ihre Zielgruppe noch genauer eingrenzt. Dazu zählen das Unternehmen, demografische Daten, Ausbildung, Berufserfahrung und weitere Interessen und Merkmale. 

Geben Sie hier einfach Stichworte in das Suchfeld ein, um ideale Vorschläge zu erhalten. Sehr praktisch ist die Möglichkeit, Firmennamen als Targetgroup anzugeben, so können Sie LinkedIn Ads gezielt für B2B Maßnahmen nutzen. 

Außerdem können Sie Personen ansprechen, die bereits mit Ihrem Unternehmen in Kontakt gekommen sind. Dies erfolgt beispielsweise über Webseitenbesucher (hierfür ist die Installation des LinkedIn Tracking Pixels erforderlich, der die Nutzerdaten auf Ihrer Website an LinkedIn übergibt) oder aber über vorher bereits ausgefüllte Formulare oder das Anschauen eines Ihrer Videos auf LinkedIn selbst. Auch Lookalike Zielgruppen können angelegt werden – hierbei spielt LinkedIn die Anzeige an Personen aus, die Ihrer Zielgruppe von Verhalten, Interessen, oä. sehr ähnlich sind. 

Übrigens ist die Verfügbarkeit eines LinkedIn Pixels und damit der Möglichkeit von Remarketing eines der größten Vorteile im Vergleich zu Xing Ads.

LinkedIn Ads Zielgruppe

LinkedIn Ads: Formate, Platzierung, Budget und Zeitplan

Im nächsten Schritt stehen unterschiedliche Anzeigenformate zur Auswahl, aus denen Sie sich Ihren Favoriten auswählen können. Die Anzeigenformate sind recht selbsterklärend, hier lohnt sich aber in jedem Falle ab und an ein A/B-Testing durchzuführen, um herauszufinden, welche Variante besser geklickt wird bzw. höhere Interaktionen erzielt.  

Die verfügbaren Erscheinungsformate für LinkedIn Ads sind auf folgender Übersicht ersichtlich:

LinkedIn Ads Formate für Anzeigen

Beim nächsten Abschnitt “Platzierung” haben Sie die Möglichkeit das LinkedIn Audience Network zu aktivieren bzw. deaktivieren. Beim Audience Network handelt es sich um Partner Apps und Websites, auf denen Ihre Werbung zusätzlich zur LinkedIn Plattform ausgespielt werden kann. 

Ob sich dies für Sie lohnt, ist vom Einzelfall abhängig zu machen, im Zweifel können Sie aber auch einzelne Kategorien ausschließen in denen Ihre LinkedIn Anzeige auf jeden Fall nicht erscheinen soll.

 

Zu guter Letzt müssen Sie nun nur noch Ihr Werbebudget, den Zeitplan sowie den Gebotstyp festlegen. Hier stehen Ihnen wiederum verschiedene Optionen zur Verfügung:

 

  • Tages- und Laufzeitbudget
  • Tagesbudget
  • Laufzeitbudget

 

und

 

  • kontinuierliche Laufzeit
  • Laufzeit mit Start- und Enddatum

 

Auch beim Gebotstyp haben Sie 4 Möglichkeiten:

 

  1. Automatisches Gebot – Hier bietet das LinkedIn System selbstständig in Ihrem Sinne, sodass Sie mit Ihrem Budget beispielsweise mehr Klicks erzielen.
  2. CPC-Zielkosten – In diesem Falle legen Sie die Kosten pro Klick manuell fest.
  3. Verbessertes CPC-Gebot – Sie legen den Klickpreis selbst fest, das System passt diesen im Zweifel aber automatisch an die Ergebnisse an.
  4. Maximales CPM-Gebot – Dabei werden die Kosten pro 1.000 Impressionen von Ihnen manuell eingegeben.

Achtung: Nicht für jedes Kampagnenziel stehen alle Gebotstypen zur Verfügung – für diese Beispiel wurde das Ziel “Website Besucher” ausgewählt.

LinkedIn Anzeigen gestalten

Sobald das Grundgerüst der LinkedIn Ads steht, geht es an die konkrete Anzeigengestaltung. Erstellen Sie eine komplett neue Anzeige, ist die vorhandene Übersicht übrigens ähnlich zu Facebook Ads oder Google Ads aufgebaut.

LinkedIn Ads: Anzeigen gestalten

Während Sie links die jeweiligen Felder ausfüllen, entsteht rechts die Vorschau der Anzeige. In diesem Beispiel haben wir uns für das Anzeigenformat “Single Image Ad” entschieden. 

Tatsächlich bedarf es gar keiner weiteren, umfassenderen Ausführungen. Der Prozess der LinkedIn Ads Gestaltung ist sehr selbsterklärend.

LinkedIn Lead Ads

LinkedIn Lead Ads sind eine besondere Form der LinkedIn Ads. Sie werden dafür genutzt, um neue Nutzerdaten zu gewinnen, beispielsweise eine Email Adresse oder den Namen einer interessierten Person. Der Aufbau der LinkedIn Lead Ads ist vorerst der gleiche wie bei normalen Ads, erst im Schritt “Anzeige erstellen”, bedarf es nun der Einrichtung eines Formulars – der sogenannten Lead Gen Form. Diese können Sie sehr frei gestalten und auch überlegen, welche Informationen Sie von dem LinkedIn Nutzer tatsächlich erhalten möchten.

Es stehen Ihnen zahlreiche Varianten zur Verfügung, denken Sie jedoch daran, nicht alle Nutzer sind gewillt sehr viele Daten über sich preiszugeben.

Das Formular wird von LinkedIn mithilfe der Kontodaten der Person übrigens vorausgefüllt, sobald der Call-to-Action (CTA) in der Anzeige geklickt wird. Nutzer müssen demnach ihren Namen, Email Adresse (usw.) nicht selbst eingeben.

LinkedIn Lead Ads einrichten

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Claus Weibrecht Inhaber und Ansprechpartner

LinkedIn Lead Ads testen

Möchten Sie eine Anzeige zur Lead Generierung testen – beispielsweise sichergehen, dass das Formular korrekt funktioniert, können Sie dies nach Erstellung der Anzeige sehr leicht tun. Klicken Sie dafür zuerst auf die Kampagne, in der die Lead Ads liegen, sodass Sie auf die Übersicht mit den Anzeigen gelangen. Anschließend müssen Sie auf die 3 Punkte neben der Anzeige hovern und “Verwalten” auswählen. Sie werden nun in die Übersicht zur Bearbeitung der Anzeigen geleitet. Klicken Sie erneut auf die 3 Punkte und wählen Sie “Vorschau”. Dort können Sie den jeweiligen CTA anklicken und das Formular testen.

So können Sie eine LinkedIn Lead Ad testen

Möchten Sie sehen, wie die Anzeige im LinkedIn Feed aussieht, haben Sie an dieser Stelle auch die Möglichkeit dazu. Auch von dort aus ist ein Test der LinkedIn Lead Ad für Kampagnen Manager möglich. 

Möchten Sie das Formular jemandem zum Testen oder Anmelden schicken, geht dies nur, wenn das Formular bereits freigegeben ist. Ansonsten sieht derjenige den CTA nicht. 

Test-Leads werden von LinkedIn übrigens gesondert aufgezeichnet. Wollen Sie einen Überblick über die LinkedIn Lead Gen Forms erhalten, nutzen Sie den Reiter “Account Assets”. Dort können Sie die Formulare auch bearbeiten, Leads herunterladen oder andere Statistiken überprüfen.

LinkedIn Insight Tag

Unter Account Assets wird übrigens auch der LinkedIn Pixel (genannt Insight-Tag) verwaltet. Haben Sie noch keinen Tag zu Ihrer Webseite hinzugefügt, erhalten Sie an dieser Stelle auch relevanten Informationen und Hilfestellungen diesbezüglich.

Die Einrichtung des LinkedIn Insight Tags ist beispielsweise über den Google Tag Manager sehr einfach möglich.

Der LinkedIn Insight Tag

Fazit: LinkedIn Ads für Unternehmen schalten

Grundsätzlich ist das Schalten von LinkedIn Ads recht schnell, einfach und strukturiert möglich. Trotzdem müssen sich die Verantwortlichen vor allem mit den Kampagnentypen und möglichen Anzeigenformaten auseinandersetzen. Dies kann viel Zeit und Testphasen in Anspruch nehmen. 

Unsere Erfahrung hat zudem gezeigt, dass LinkedIn Ads zwar sehr qualitative Anfragen bzw. Leads generierien, jedoch auch vergleichsweise teuer sind. LinkedIn CPCs von 8€ bis 15€ sind durchaus die Regel und im Vergleich zu Leads bzw. Seitenaufrufen auf Facebook (1€ bis 3€ im gleichen Bereich) schon eher kostenintensiv. 

Dafür ist aber auch anzumerken, dass die Zielgruppen viel spezifischer ausgewählt werden können hinsichtlich Beruf, Unternehmens- und Karrierestatus. Während bei Facebook vorrangig mit Interessen gearbeitet wird, können bei LinkedIn klare Berufsgruppen (Manager, Vertrieb, Marketing, etc.) sowie Unternehmen targetiert werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Anzeige genau den richtigen Nutzer trifft und dieser sie als relevant empfindet, ist demnach höher.

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