Gängige Google Ads Fehler
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Die 8 häufigsten Optimierungs- und Einstellungsfehler

Gerade in den Anfängen Ihrer Google Ads Tätigkeiten sollten Sie darauf achten, dass Ihr Konto sauber aufgesetzt ist und grobe Fehler vermieden werden. Andernfalls können Sie hier schnell Geld verbrennen und zu dem Entschluss kommen, dass Google Ads bei Ihnen nicht funktioniert und nicht das richtige Tool für Sie ist. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle häufige Fehler aufzeigen, anhand derer Sie Ihr Konto prüfen können. 

1. Optimierung trotz geringer Daten

Lassen Sie Ihr Konto zu Beginn ohne Optimierungen einige Wochen einfach laufen, um sich eine Datenbasis aufzubauen. Erfahrungsgemäß interpretieren Kontobesitzer die eingelaufenen Daten fast täglich und freuen sich über erste Impressionen und Klicks. Oft wird dann auch vorschnell gehandelt, Kampagnen angepasst, Keywords und Geräte pausiert. Dabei ist die Datenbasis häufig noch so gering, dass keine Aussage darüber getroffen werden kann, ob die Anpassungen überhaupt sinnvoll sind. Auch wenn Sie gern aktiv werden und die Kampagnen steuern möchten, empfehlen wir Ihnen das Konto in der Anfangszeit so gut es geht Daten sammeln zu lassen. 

Auch wichtig: Führen Sie keine Anpassungen basierend auf Ihren Annahmen durch (z.B. meine Kunden suchen nicht zwischen 1 Uhr und 5 Uhr morgens nach meinem Angebot) sondern stützen Sie sich auf verlässliche Daten.

2. Überoptimierung

Nicht selten wird an vielen Stellen gleichzeitig optimiert, sodass Sie letztendlich nicht mehr sagen können, welche Anpassungen sich positiv oder negativ auf die Entwicklung ausgewirkt haben. Das passiert oft automatisch, wenn ein Konto schon einige Jahre läuft und ein Mischmasch an Gebotsanpassungen kaum ausbleibt. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Konto an einer Überoptimierung leidet, dann empfehlen wir Ihnen alle prozentualen Anpassungen zurückzusetzen und das Konto ein paar Wochen laufen zu lassen. Anschließend können Sie Schritt für Schritt wieder Anpassungen vornehmen.  

3. Weltweite Kampagnen-Ausspielung

Nicht selten wollen Kunden beim Start des Google Ads Kontos so viele Nutzer wie möglich erreichen und handeln vorschnell. Das hat zur Folge, dass die Kampagnen unsauber aufgesetzt werden und die Erfolge nicht richtig zugeordnet werden können. Zudem reicht das Budget für die weltweite Aussteuerung nicht aus. Wir empfehlen Ihnen auch hier Schritt für Schritt vorzugehen und erstmal Erfahrungswerte zu sammeln, bevor Sie die Standorte erweitern. Andernfalls verbrennen Sie nur unnötig Geld und haben im Anschluss keine wirklich aussagekräftigen Daten gesammelt.

4. Zu viele Keywords und falsche Suchintentionen

Ein weiterer Fall von “zu viel auf einmal” tritt häufig bei der Wahl der Keywords auf. Buchen Sie nicht mehr als 15 themenähnliche Keywords in eine Kampagne und achten Sie darauf, dass sich die Keywords in den Anzeigentexten als auch auf der Zielseite wiederfinden. Durch zahlreiche Keywords wertet Google die Relevanz der Anzeigentexte ab, was wiederum einen schlechten Qualitätsfaktor und erhöhte Klickpreise mit sich zieht.

Bei der Wahl der Keywords sollten Sie die Suchintention beachten: Sucht der Nutzer nur nach einer Information, will er etwas kaufen oder benötigt er Hilfe? Zudem raten wir Ihnen davon ab, Keywords broad einzubuchen, weil das viele kostenintensive und irrelevante Klicks erzeugt. Irrelevante Klicks können Sie mit der Zeit vermeiden, indem Sie den Suchanfragenbericht regelmäßig durchgehen und Keywords für die Anzeigen bzw. kontoweit über eine Liste für negative Keywords ausschließen. 

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5. Wichtige Keywords fälschlicherweise pausieren

Auch kann es passieren, dass Sie Keywords pausieren, weil diese scheinbar keine Conversions erzielen und viel Budget ziehen. Prüfen Sie jedoch, ob dieses Keyword im Vorfeld eine Conversion mit vorbereitet hat. In diesem Fall hat es dazu beigetragen, dass eine Anfrage oder Conversion stattgefunden hat und Sie sollten Ihr Vorhaben überdenken. 

Sollten Sie ein Attributionsmodell wie Last Klick oder First Klick nutzen, dann wissen Sie ebenfalls nicht, inwiefern ein anderes Keyword beteiligt war. Stellen Sie das Attributionsmodell über Einstellungen > Conversions z.B. auf linear oder positionsbasiert.  

6. Unbedachte, negative Auswirkungen nach Optimierungen

Optimierungen haben nicht immer nur positives zur Folge. Beispielsweise haben Sie den Standort NRW einer Kampagne um -50% gesenkt, weil der ROAS nicht rentabel war. Nun ist der ROAS rückwirkend auf die letzten 3 Monate stark gestiegen und Sie möchten auf Basis der guten Daten den Standort von -50% auf +30% anheben. Dadurch erhoffen Sie sich einen noch höheren Anstieg des ROAS. Was an der Stelle jedoch passieren kann ist, dass Ihre Kosten deutlich steigen und sich dadurch der ROAS wieder verschlechtert. Das sollten Sie bei Optimierungen immer im Hinterkopf behalten. Wenn Sie an der Stelle reagieren möchten, dann gehen Sie hier langsam vor und optimieren Sie zunächst beispielsweise von -50% auf -30%. Machen Sie sich zudem einen Vermerk z.B. über ein Label oder in einer Excel Tabelle. 

 

Auch bei Anpassungen an den Geräten kann es zu unvorhergesehenen Entwicklungen kommen. Beispielsweise wenn Sie sich für die Pausierung von Smartphones entscheiden, weil Käufe und Anfragen über Desktop deutlich rentabler sind. Dabei vergessen Sie jedoch, dass einige Nutzer zunächst mit dem Smartphone auf die Suche gehen und zu einem anderen Zeitpunkt über den Laptop zu Ihnen zurückkehren, um die Transaktion zu beenden. Schalten Sie die Anzeigenschaltung über das Smartphone komplett ab, dann fehlt Ihnen dieser erste Kontaktpunkt und auch die Ergebnisse über Desktop verschlechtern sich. 

7. Falsche Dateninterpretation aufgrund geringen Budgets

Auch die fehlerhafte Auswertung bzw. Analyse der eingegangenen Daten kann dazu führen, dass Sie falsche Entscheidungen treffen. Beispielsweise stellen Sie fest, dass Sie die meisten Conversions zwischen 12 Uhr und 15 Uhr generieren und Sie hier auch die meisten Klicks generieren. Also heben Sie die Gebote zu diesen Werbezeiten an. Was Sie jedoch nicht beachtet haben ist, dass das Budget Ihrer Kampagnen meist schon gegen 16 Uhr aufgebraucht ist, weil es eingeschränkt läuft. Dadurch werden zu den Zeiten ab 16 Uhr kaum noch  Anzeigen geschaltet und Daten getrackt, was dazu führt, dass Sie falsche Annahmen und Optimierungen treffen.  

8. Ihre Zielseiten sind nicht nutzer- bzw. conversionfreundlich

Oftmals wird nur auf Seiten des Kontos geschaut, was optimiert werden kann bzw. was nicht optimal läuft. Dabei werden andere Faktoren wie bspw. die Zielseite außer Acht gelassen. Schauen Sie sich aus dem Grund unbedingt die Qualitätsbewertung der Anzeigen und die Qualität der Landingpages zu den jeweiligen Keywords im Detail an. Ist die Nutzererfahrung mit der Seite unterdurchschnittlich, dann könnte ein Grund sein, dass die Suchintention hinter dem Keyword nicht mit dem Inhalt der Landingpage übereinstimmt. Auf der anderen Seite kann aber auch die Landingpage das eigentliche Problem sein, wenn diese nicht nutzerfreundlich ist, keine Trust Symbole zu finden sind (das Vertrauen fehlt), der Bestellprozess zu schwierig ist oder aber auch, dass die beworbenen Produkte aktuell nicht vorrätig sind. Hinsichtlich der Landingpage kann es zahlreiche Faktoren geben, warum die Erfahrung mit der Zielseite nicht zufriedenstellend ist. Das Konto und die Kampagnen können noch zu gut eingestellt sein, wenn die Zielseite eine Zumutung für den Nutzer ist, dann wird der Erfolg ausbleiben

Wir empfehlen Ihnen auch unterschiedliche Zielseiten (Designs, Aufbau, Call to Action Möglichkeiten) gegeneinander zu testen.

Nutzererfahrung mit der Landingpage
Nutzererfahrung mit der Landingpage

Optimierungs- und Einstellungsfehler vermeiden

Jetzt haben Sie neun wichtige Hinweise bekommen, die Sie bei der Gebotsanpassung im Google Ads Konto beachten sollten. Gehen Sie die Checkliste noch einmal in Ihrem Konto durch.

  • Ihr Konto hat ohne Optimierungen ausreichend Daten gesammelt, um sinnvolle Rückschlüsse ziehen zu können? 
  • Sie haben Optimierungen schrittweise vorgenommen und können ausschließen, dass Ihr Konto an einer Überoptimierung leidet?
  • Haben Sie sich zunächst nur auf ein Land/ Gebiet konzentriert und erweitern Ihr Konto Schritt für Schritt um weitere Standorte? 
  • Haben Sie die Suchintention hinter den eingebuchten Keywords geprüft? 
  • Haben Sie maximal 15 Keywords pro Kampagne eingebucht und finden sich die Keywords auf der Zielseite wieder?
  • Haben Sie das richtige Attributionsmodell eingestellt und können ausschließen, dass Keywords, die Sie pausieren möchten an keiner Conversion beteiligt waren? 
  • Haben Sie bedacht, welche negativen Effekte Gebotsanpassungen mit sich ziehen können z.B. wenn Sie Geräte komplett pausieren?
  • Haben Sie überlegt, ob Ihre Daten noch auf einer anderen Art und Weise interpretiert werden können? Können Sie weitere Effekte ausschließen?
  • Ihre Kampagnen liefen immer mit ausreichendem Budget, damit die Interpretation von Daten nicht zu falschen Ergebnissen führt?
  • Sie haben Ihre Zielseiten geprüft und auf Nutzerfreundlichkeit getestet? 

Konnten Sie die Fragen alle mit Ja beantworten? Dann zählt als einziger Grund für den Stop Ihrer Google Ads Tätigkeiten nur noch, dass Sie mit den hohen Klickpreisen der Wettbewerber nicht mithalten können bzw. das Sie bei derart hohen Klickpreisen keine rentablen Conversions erzielen können.  

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