mobile first tablet
Neue Gebotsanpassungen fürs Tablet

Wenn man den Internetriesen Google fragt, dann leben wir schon lange nicht mehr nur in der realen Welt. Für Google verschwimmen die Grenzen zwischen On- und Offline immer mehr, und das Smartphone ist viel mehr als nur ein Telefon – es ist unser mobiles Tor ins Netz. Ist das denn beim Tablet anders? Wenn es nach Google geht, dann jetzt nicht mehr.

Auf separate Gebotsanpassungen für PC, Smartphone und Tablet haben Advertiser lange gewartet

 

Als Desktop und Tablet im Zuge der „erweiterten Kampagnen“ 2013 bei der Gebotsanpassung zusammengefasst wurden, stieß dies auf viel Missmut bei den SEA-Experten. Schließlich weiß jeder, dass sich das Verhalten eines Desktopnutzers deutlich von dem eines Tabletnutzers unterscheidet und dass man viel Potenzial verschenkt, wenn man Desktop und Tablet behandelt, als ob sie das gleiche Medium wären – nur Google scheinbar nicht. Lange konnte man nichts anderes tun, als sich damit abfinden. Doch im Mai 2016 wurden die Gebete der Advertiser dann endlich erhört, als auf der Keynote des Google Performance Summit bekanntgegeben wurde, dass separate Gebotsanpassungen für Desktop, Smartphone und Tablet nach und nach ausgerollt werden. Google sagt selbst: It’s a mobile-first world.

The shift to mobile is no longer a change on the horizon. It’s here.

– Sridhar Ramaswamy, Googles senior vice president of Ads and Commerce, in seinem Beitrag im „Inside AdWords“-Blog

Mittlerweile ist die Änderung auch in deutschen Konten live. Damit ist es im AdWords-Konto nun möglich, Gebote automatisch zu erhöhen oder zu verringern, je nachdem, ob ein Nutzer mit dem PC, Handy oder seinem Tablet surft. Auch die Höhe der Gebotsanpassungen wurde angepasst: Waren sie früher nur von -100% bis +300% möglich, so kann das Gebot jetzt, wenn gewünscht, um bis zu 900% erhöht werden.

Wenn übers Tablet besonders viele Verkäufe erzielt werden, können Werbetreibende ihr Maximalgebot nun um bis zu 900% erhöhen.

Wenn man SEA-Experten fragt, dann kam diese Änderung zwar sehr spät, begrüßt wurde sie aber trotzdem. Da mittlerweile gut die Hälfte des Suchtraffics bei Google über mobile Endgeräte verursacht wird, fehlte durch die Zusammenfassung von Desktop und Tablet ein großer Hebel, wodurch der Einfluss auf die eigenen Kampagnen verringert wurde. Dies ist nun Geschichte.

Wer braucht separate Gebotsanpassungen?

Gerade die Gebotsanpassung nach Gerät ist eine Stellschraube, die die Performance einer Kampagne stark beeinflussen kann. Jeder Shopbesitzer, der AdWords nutzt, kann deshalb von der Änderung profitieren. Ob eine Gebotsanpassung nach Gerät für den eigenen Shop sinnvoll ist, ist natürlich davon abhängig, ob sich signifikant bessere (oder schlechtere!) Conversion Rates zeigen, wenn Nutzer über ein bestimmtes Gerät in den Shop kommen. Wie gut oder schlecht sich etwas z.B. über das Tablet verkauft, hängt dabei vom angebotenen Produkt, aber auch von der Mobiloptimierung des Shops ab.

Übrigens: Die neuen Gebotsanpassungen sind für alle Kampagnenarten verfügbar. Sie können also für die normale Suche ebenso benutzt werden wie für Display, Shopping und Video.

Warum wollen manche Werbetreibende mehr für den Klick bieten, wenn er über das Tablet kommt?

Das Surf- und Kaufverhalten von Nutzern verändert sich stark, je nachdem, ob ein User auf dem Handy surft, mit seinem Tablet ins Netz geht oder vor dem Rechner sitzt. Gerade das Tablet hat sich in den letzten Jahren als Quelle vieler Verkäufe herausgestellt. Analysieren Advertiser ihre Kampagnen, stellen sie daher oft fest, dass gewisse Geräte sehr viele höhere oder niedrigere Klick- oder Conversion-Raten haben als andere. Hier lohnt sich die automatische Gebotsanpassung: Auf Geräten, die gut konvertieren, erscheint man durch erhöhte Gebote häufiger. Geräte, die schlecht konvertieren, können durch die Einstellung -100% sogar vollständig herausgenommen werden.

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