Erfolgreiche E-Mail Marketing Kampagnen

– 3 Hürden, die Du überwinden musst

Was ist E-Mail Marketing?

Im E-Mail-Marketing geht es darum, gezielte Maßnahmen zu entwickeln und diese im Rahmen von Newslettern oder anderen Kampagnen zu versenden. Ziel ist es Informationen zu vermitteln, Produkte zu bewerben und Aktionen wie Verkäufe oder Anfragen zu generieren.

E-Mail-Marketing und Newsletter-Marketing werden häufig synonym verwendet. Dabei ist das Newsletter-Marketing eine Teildisziplin des E-Mail-Marketings, das sämtliche Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Kundenbeziehungsmanagement (CRM) umfasst.

Welche Vorteile hat das E-Mail Marketing?

Die E-Mail-Marketing Vorteile

Dank des E-Mail-Marketings ist es möglich Kunden gezielt anzusprechen. Abonnenten haben durch das Eintragen in den Newsletter bereits Interesse an dem Unternehmen oder den Produkten und Leistungen gezeigt und sind daher eine wichtige Zielgruppe

Glaubt man der Faustformel, dass ein neuer Kunde rund 5 mal teurer ist, als die Kosten um einen Bestandskunden zu halten, dann solltest du das E-Mail-Marketing auf keinen Fall vernachlässigen.

Ein weiterer, großer Vorteil des E-Mail-Marketings ist, dass Kunden und Neukunden separat bespielt werden können. So kannst du Kunden gezielt auf der Customer Journey ansprechen und ihnen die Informationen vermittelt, die sie benötigen.

Außerdem ist E-Mail-Marketing im Vergleich zum postalischen Versand deutlich kostengünstiger, effektiver, zeit- und ortsunabhängig und du hast die Möglichkeit den Erfolg zu messen und Anpassungen vorzunehmen. Die große Anzahl von Tools vereinfacht die Erstellung und den Versand von E-Mail Kampagnen zusätzlich. Trotzdem gibt es drei entscheidende Hürden, die es zu überwinden gilt, bevor eine E-Mail-Marketing Kampagne von Erfolg gekrönt ist.

Die 3 Hürden für erfolgreiche E-Mail-Marketing Kampagnen

1.  Den Verteiler füllen

2. Die Öffnungsrate optimieren

3. Aktionen auslösen

Hürde 1: Ohne Verteiler kein E-Mail-Marketing!

Um E-Mails und Newsletter verschicken zu können, werden E-Mail-Adressen benötigt. Mit der DSGVO wurden die Richtlinien verstärkt, sodass Adressaten erst ihr Einverständnis für den Empfang von E-Mails geben müssen. Achte darauf, dass du die DSGVO Vorgaben bei deinen Marketing-Aktivitäten einhältst. Dazu zählst z.B. auch die Möglichkeit, sich vom Erhalt der Mailings abzumelden.  

Kontaktformular

Richte auf deiner Webseite eine Möglichkeit ein, dass sich Interessenten für den Newsletter eintragen können. Nutze dafür auch einen Call-To-Action Button und halte das Anmeldeformular möglichst schlank, um die Hürde der Anmeldung so gering wie möglich zu halten. Laut der DSGVO darf nur noch die E-Mail Adresse ein Pflichtfeld sein. Das erschwert weitere Optimierungen und Filtermöglichkeiten nach Geschlecht oder Interesse. 

Die Vorteile des E-Mail-Marketings nutzen

Wenn Kontakte z.B. über einen Download generiert werden, dann musst du das Kopplungsverbot beachten. Dieses untersagt, dass du die Generierung von Abonnenten mit dem Download verbinden darfst. Durch eine geschickte Wortwahl lässt sich das Kopplungsverbot etwas umgehen z.B. in dem du schreibst: “Abonnieren Sie unseren monatlichen Newsletter und erhalten Sie unser exklusives Whitepaper!”.

Facebook Lead Kampagne

Eine weitere Möglichkeit wäre eine Lead-Kampagne über Facebook Anzeigen zu schalten. So kann sich deine potenzielle Zielgruppe direkt über eine Facebook-Anzeige in deinen E-Mail-Verteiler eintragen.

Hürde 2: Öffnungsrate und Newsletter

E-Mail-Marketing Kampagnen: Die Betreffzeile

Nach dem Abonnement des Newsletters fängt die Arbeit erst richtig an. Jetzt muss der Abonnent überzeugt werden, dass er die E-Mail auch öffnet. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Betreffzeile
  • Preheader
  • Absender
  • Zeitpunkt und Häufigkeit des Versands

Bevor du dir Gedanken über die Gestaltung und die Inhalte der E-Mails machst, solltest du eine Strategie entwickeln. Nutze den Vorteil und arbeite bestimmte Zielgruppen aus. Passe den Nutzer auf dem Weg der Customer Journey genau ab und sende ihm passende Inhalte zu seinen Interessen.

Betreffzeile

Die Betreffzeile sollte neugierig machen und zum Lesen animieren. Sie sollte maximal 30 bis 40 Zeichen enthalten. Emojis sollten dabei mit Bedacht gewählt werden. Wenn möglich beginne den Betreff mit dem Namen des Abonnenten. Halte Dich dabei möglichst kurz, damit die Betreffzeile auch mobil in voller Länge ausgespielt wird.Gängige E-Mail-Marketing Tools bieten die Möglichkeit an, verschiedene Betreffzeilen zu testen. Anhand der Öffnungsrate kannst du die Erfolge messen und Anpassungen vornehmen. Eine generelle Aussage zu den Öffnungsraten kann nicht gegeben werden. Laut einer Studie von Newsletter2Go liegt die durchschnittliche Öffnungsrate bei 26,56% und die daraus folgende Klickrate von 4,11%.

Preheader

Der Preheader ist quasi die Meta Description im E-Mail-Marketing. In mindestens 40 bis maximal 135 Zeichen sollte aussagekräftig wiedergegeben werden, was den Empfänger beim Öffnen der Mail erwartet. Abschließend sollte eine Call-to-Action Aufforderung wie “Jetzt stöbern” folgen.

Absender

Auch wenn es eigentlich klar sein sollte: Der Absender nimmt Einfluss auf die Erfolgsquote der Kampagne. Absendernamen wie Schnubbi87 sind dabei ebenso ungeeignet wie spambot@klickfalle.de als Absenderadresse.   

Versandhäufigkeit und das richtige Timing

Das richtige Timing beim versenden von Mailings

Darüber hinaus sollten E-Mails nicht zu oft, aber auch nicht zu selten versendet werden. Teste aus, ob sich ein monatlicher oder wöchentlicher Rhythmus für dich eignet. Lege feste Tage für den Versand fest. So wissen die Abonnenten genau, wann sie den neuen Newsletter erwarten können.

Ebenso wie den Tag solltest du auch überlegen zu welcher Uhrzeit der Versand stattfinden soll. Google Analytics kann die Auskunft darüber geben, an welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit der meiste Traffic auf deine Webseite kommt. Dies kannst du als ersten Anhaltspunkt nutzen. Werden E-Mails im B2B Bereich versendet, dann testest du beispielsweise einen Tag unter der Woche, während der Arbeitszeit. Generell gilt der Montag als Tag mit hoher Öffnungsrate, aber auch hier gilt es einfach zu probieren. Der Versand des Newsletters kann in den Tools automatisiert werden.  

Hürde 3: Mehrwert bieten & Aktion schaffen

E-Mail-Marketing Verteiler

Um eine ansprechende und interessante Mail zu erstellen, solltest du dir vorab Gedanken darüber machen, was deine Zielgruppe interessiert, welche Probleme sie hat und wie du diese lösen kannst.

Beginne mit der persönlichen Ansprache: Dieser ist ein bedeutender Faktor für die Kundenbindung. Die Anrede lässt sich über die E-Mail-Marketing Tools automatisch generieren.  

Darauf folgen die wichtigsten Informationen. Wie auch im Content Marketing üblich, sollten die Texte ansprechend, strukturiert und leserlich gestaltet sein. Nutze Absätze, füge Bulletpoints und Aufzählungen mit ein. Bilder sollten bestenfalls direkt sichtbar sein, da diese vom Gehirn 10 Mal schneller verarbeitet werden als reiner Text.

Vermeide auch Spam-Begriffe, wie “Geld verdienen”, “100% kostenlos”, “schnell abnehmen”, “Glückwunsch”, “Rabatt” oder “Angebot” und nutze den Spam-Test, bevor Du die E-Mail versendest.

Ziel des Mailings sollte es sein, dass der Leser eine Aktion durchführt. Aus diesem Grund solltest Du Verlinkungen und Handlungsaufforderungen (Call-to-Action) einbinden, die den Nutzer auf Deine Webseite leiten. Rabattaktionen, Gewinnspiele & Co. erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Aktion zusätzlich.   

Um einen Wiedererkennungseffekt zu schaffen, gestalte das Mailing auf Basis deiner Corporate Identity. Halten das Design schlicht und professionell.

Arten von E-Mail-Marketing Kampagnen & Newsletter

Arten von E-Mail-Marketing Kampagnen

Neben den regelmäßigen Newslettern können weitere E-Mail-Kampagnen die Aktivität und Kundenbindung weiter stärken.

Double-Opt-in-Newsletter

Mit dem Double Opt in Newsletter holst du dir das Einverständnis für den Versand von werblichen Newslettern. Dies ist mit der DSGVO zur Verpflichtung geworden.  

Willkommens-Kampagne

Für neue Abonnenten kannst du eine Willkommens-Kampagne automatisieren. Lege einen Zeitraum fest, indem du den Abonnenten mit bestimmten Mailings bespielen willst. Beispielsweise begrüßt du ihn mit einer Willkommens-Mail, die einen Gutschein für den ersten Kauf beinhaltet. Kurze Zeit später wird eine Mail zugestellt, die z.B. relevante Blogbeiträge beinhaltet und ein kostenloses Whitepaper anbietet. Einige Zeit später machst du in einer weiteren Mail aufmerksam auf Veranstaltungen und Workshops, die regelmäßig stattfinden. So erhält jeder neue Abonnent die wichtigsten Informationen mit der Willkommen-Kampagne an die Hand.

Trigger Mails/ E-Commerce Newsletter

Betreust du einen eigenen Online-Shop, dann sind E-Mail Kampagnen speziell für das E-Commerce genau das Richtige für dich. Basierend auf dem Verhalten z.B. dem Suchverhalten oder dem Bestellprozess werden E-Mails an den Kunden versendet. Diese sollen ihn zu einem (weiteren) Kauf führen. Trigger Mails eignen sich z.B. bei Warenkorbabbrechern, um sie zurück in die Shop zu holen. Die Kaufwahrscheinlichkeit kann zusätzlich erhöht werden, indem du einen zusätzlichen Rabatt anbietest. Auch nach einem Kauf kann es sich lohnen erneut E-Mails (auch automatisiert) zu versenden. Beispielsweise, wenn ein Kunde einen Kinderwagen kauf, dann benötigt er vermutlich auch weiteres Babyzubehör. Diese können in einem weiteren Newsletter angepriesen werden.  

Lead Newsletter

Lead Newsletter sind sales getriebene Angebote, die versendet werden. Dadurch kann beispielsweise ein kurzfristiges Angebote an Leads verteilt werden, wie “Jetzt auf das neue Shopware Update umziehen” oder “Kostenlosen SEA-Check anfordern”.

Storytelling Newsletter

Storytelling E-Mails sollen Geschichten erzählen, die den Leser in seinen Bann ziehen. Sie sollen Spannungen erzeugen und Gefühle wecken. Mit kurzen Storys sorgst du nicht nur dafür, dass die Leser Bilder in Ihren Köpfen entwickeln, sondern auch, dass sie sich mit dir oder dem Unternehmen identifizieren. Sorge für Momente wie “Ah, das kenne ich auch!”, “Was für eine lustige Geschichte!” oder “Ah, aus dem Blickwinkel habe ich das noch nicht betrachtet!”. Das stärkt die Kundenbindung und lässt deine Öffnungsrate steigen.  

Special Events

Die Kundenbindung lässt sich auch über Nachrichten zu besonderen Feierlichkeiten stärken. Versende automatisch zu jedem Geburtstag eine personalisierte E-Mail. Auch zum Muttertag, Ostern oder Weihnachten kannst du zielgerichtet Mailings versenden. Zum Black Friday oder in der Nachweihnachtszeit kannst Du auf Rabatte und Aktionen aufmerksam machen.

Fazit: Erfolgreiches E-Mail-Marketing

Das E-Mail-Marketing stellt die Manager vor drei große Hürden, die es zu überwinden gilt, bevor Kampagnen wirklich von Erfolg gekrönt sind. Entwickle eine Strategie und sprich die Nutzer je nach Interesse und dem Status des Customer Lifecycles an. Überwindest du diese Schritte, geht es an die Auswertung und Optimierung der Daten. Teste unterschiedliche Aufmachungen, Tage und Betreffzeilen und liefere den Abonnenten einen Mehrwert.

E-Mail-Marketing Kampagnen einfach erstellen

Bildnachweise

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Bild im Abschnitt „Hürde 2: Öffnungsrate und Newsletter“ © Jon Tyson – Unsplash.com
Bild im Abschnitt „Versandhäufigkeit und das richtige Timing“ © John Snobrich – Unsplash.com
Bild im Abschnitt „Hürde 3: Mehrwert bieten & Aktion schaffen“ © Timothy Eberly – Unsplash.com
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