Google Pinguin Update

Hat der Pinguin den Panda gefressen?

Die letzte Woche war für SEOs und andere Fische im Becken des Online-Marketings mehr als aufregend. Der Grund: am 24. April startete Google sein neues Algorithmus-Update. Der Pinguin durchpflügte relativ schnell alle von Google indizierten Websites und ließ manchen SEO beim Check der Ranking-Ergebnisse seiner Projekte wortwörtlich das Blut in den Adern gefrieren. Der Pinguin hat augenscheinlich den Frack abgelegt und Zähne gezeigt, respektive macht Google in Sachen überoptimierte Websites (wie schon seit längerem angekündigt) ernst. Schaut man sich in einigen Fachforen um, ist die Tragweite des Pinguins omnipräsent: viele Rankings sind dahin, andere Seiten haben hingegen gewonnen. Betrachtet man die aktuellen SERP-Ergebnisse für bestimmte Keywords, wird allerdings noch kein eindeutiges Muster ersichtlich. Matt Cutts selbst machte übrigens darauf aufmerksam, dass kurz vor dem Angriff des Pinguins ein neues Panda-Update eingespielt worden ist. Wer eine Erklärung für das Abstürzen oder Aufsteigen seiner Ergebnisse sucht, sollte zunächst also genau auswerten, ob die Bewegung im Ranking am 19. April (dann hat der Panda zugeschlagen) oder am 24. April (da kam der Pinguin geschwommen) erfolgt ist.

Warum die ganze Aufregung?

Google hat bekanntgegeben, dass das Pinguin Update einige Neuerungen im Algorithmus betrifft, der die Websites crawlt und je nach ermittelter Qualität der Websites zum einen oder anderen Keyword in den Suchergebnissen eine gute oder schlechte Position der betreffenden Website liefert. Für Webmaster ist diese Information wichtig – wäre der Pinguin ein Filter und kein Algorithmus-Update, ließe sich bei einem Verweis aus dem Index eine Reinclusion-Anfrage an Google stellen. Wird diese von Google akzeptiert, kommt man wieder in das Verzeichnis, das bei Suchanfragen Treffer ausspuckt. Der Pinguin von Google ist nun aber ein Algorithmus-Update, das heißt: hier reicht ein Versprechen zur Besserung gegenüber Google nicht aus! Rankings, die verloren sind, können also nur an den Stellschrauben der Seite selbst wieder gewonnen werden. IronShark hat sich dazu in ein paar Foren umgeschaut und die wahrscheinlichsten neuen No-Gos für Webmaster hier kurz zusammengestellt. Dabei ist zu beachten, dass diese Vermutungen nicht von Google bestätigt sind – immerhin sollen sich die Webmaster schon selbst Gedanken darüber machen, wie ihre Seite besser werden kann. Der Fokus dabei soll nach wie vor auf Einzigartigkeit und vor allem echtem Mehrwert liegen – wer beides nicht vorweisen kann, wird es in Zukunft sicher schwer haben.

Erste Ergebnisse

Binnen einer Woche lassen sich aufgrund der immensen Anzahl an Websites natürlich noch keine endgültigen Erkenntnisse vorlegen. Eine Tendenz ist allerdings schon auf jeden Fall ersichtlich: Content bleibt King. Laut Google sind nur etwa 3% der Websites in Deutschland betroffen. Ebenfalls lässt Google verlauten, dass es nicht darum geht, gegen SEOs, die Websites tatsächlich besser machen, vorzugehen. Der Pinguin zielt allein auf die schwarzen Schafe der Branche (sogenannte Black Hat SEOs, die sich bei ihren Tätigkeiten u.a. nicht an die Google Webmaster Richtlinien halten) ab. Linknetzwerke mit erkennbaren Strukturen und so genanntes Keyword-Stuffing stünden zuoberst auf der Agenda. Konkret heißt das für Webmaster:

  • beim Linkaufbau nicht ausschließlich harte Keywords verwenden
  • Kreativität statt einseitig SEO-optimierter Texte
  • Brandbuilding statt Fake-Referenzen

Google hat an erster Stelle im Sinn, die besten Ergebnisse für seine Nutzer auf den Spitzenplätzen ranken zu lassen. Da Maschinen bekanntlich anders als Menschen beim Blick auf eine Website nicht über die Intuition verfügen, diese Seiten nach dem ersten oder zweiten Blick in „einzigartig“ oder „minderwertig“ einzustufen, muss der Algorithmus stets weiter optimiert werden. Wo früher der Hauptaspekt auf „viele Backlinks mit dem entsprechenden Suchwort als Ankertext“ lautete, sind schon längst hochkomplexe Feintunings am Panda vorgenommen worden, die auch auf die Qualität eines Backlinks achten. Auch ist das Keywordstuffing, das dem Panda vorgaukeln sollte, hier gebe es bestimmt massiv Informationen zur Suchanfrage, vorbei. Kreativköpfe sind nun mehr denn je in der Gestaltung und Konzeption gefragt, um suchenden Usern einzigartigen Content und besseren Mehrwert zu bieten. Google fasst es wie folgt zusammen:

„We also want the “good guys” making great sites for users, not just algorithms, to see their effort rewarded.“

Und was jetzt? Pinguin, Panda … Pottwal?!

Sie haben noch offene Fragen zu Pinguin, Panda und Co. oder planen den Sprung ins Haifischbecken und möchten dazu gern eine helfende Flosse? Wir von IronShark stehen Ihnen gern mit Rat und Tat in allen Fragen zur Suchmaschinenoptimierung und dem richtigen Schwimmstil im Ozean des Internets zur Seite. Wie es sich für Haie gehört, konnten wir nämlich dem Pinguin elegant davonschwimmen und alle Ergebnisse für unsere Kunden halten.