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1. News aus dem Bereich Online-Marketing

Google

In der vergangenen Woche berichteten wir über die Abkehr von Flash bei Youtube. In dieser Woche zog Google nach und bittet nun Webmaster über das Webmastertool ebenso darüber nachzudenken. Vor allem mobile Webseiten die Flash-Inhalte aufweisen stellen für Google ein Problem dar. Außerdem gibt es hier keine Unterscheidung zwischen den Merkmalen, so betrifft es Werbebanner, interaktive Grafiken sowie Audio-Inhalte. Google fordert mit der Meldung zu „Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten“ seine Nutzer auf komplett auf Flash zu verzichten.

In Deutschland ist Google noch unangefochtene Nummer Eins bei der Verwendung als Suchmaschine. Sogar so populär, dass der Begriff googelnzum Ende des letzten Jahres erhebliche Marktanteilseinbußen als Suchmaschine hinnehmen. Hierbei fand eine Umverteilung der Nutzung hin zu Yahoo! statt. Google rutschte damit erstmals seit 7 Jahren unter einen Marktanteil von 75 %. Vor allem die Tatsache, dass Yahoo! als Standardsuchmaschine bei Firefox integriert ist, trägt zu dieser Abwärtsspirale bei. Im Januar 2015 lag die Verteilung der Nutzung in den USA bei 74,8 % für Google, 12,4 % für Bing und 10,9 % für Yahoo!. Erste Schritte um wieder Nutzer zurückzugewinnen hat Google bereits unternommen – auf der Google Startseite von Firefox wird in einfachen Schritten der Weg hin zur Nutzung der eigenen Suchmaschine erklärt.

Facebook

Neue Werbemöglichkeiten für den Power Editor konnten uns Mark Zuckerberg und sein Team von Facebook präsentieren. Die ersten Werbetreibenden können nun mit Hilfe des mächtigen Marketing-Tools Multi Product Ads erstellen. Aktuell ist dies für Kampagnen mit den Werbezielen Klicks auf Website und Website-Conversion möglich. So können Werbetreibende zwischen einem einzelnen Bild und Link in einer Werbeanzeige oder mehreren Bildern mit Links in einer Werbeanzeige wählen. Für die Multi Product Ads Variante können drei Bilder ausgewählt werden und diese mit Überschrift (max. 35 Zeichen) und Linkbeschreibung (max. 30 Zeichen) ausgestattet werden. Auch hierbei gilt die 20 % Textregelung innerhalb der ausgespielten Bilder.

Weiterhin veröffentlichte Facebook zu Beginn der Woche ihre neuen Nutzungsbedingungen. Das Medienecho war groß und der Aufschrei der Kritiker und Datenschützer noch lauter als bei der Übernahme von WhatsApp durch Facebook und der Abwendung einiger User von diesem Messenger im letzten Jahr. Fakt ist, dass man weder durch das Posten eines Bildes noch eines Status den AGBs widersprechen kann. Vielen Nutzern ist klar, dass die Freiheit eines kostenlosen sozialen Netzwerkes mit der Preisgabe einiger persönlicher Daten erkauft wird. Sind solche großen Änderungen der Nutzungsbedingungen eines Netzwerkes überhaupt notwendig? Ja! Nur so kann auf die individuellen Bedürfnisse des Users eingegangen und passgenau Werbung ausgestrahlt werden.

DATENSCHUTZÄNDERUNGEN

Facebook stellt Informationen bereit über den Besitz von persönlichen Daten, die Drittanbiete-Apps und -Webseiten besitzen.

STANDORTDATEN

Um besserer und individueller Werbung seinen Usern bereitzustellen werden persönliche Standortdaten von Freunden und des eigenen Profils getrackt. So ist es beispielsweise möglich lokalre Werbung von Geschäften und Restaurants auszuspielen.

WERBUNG

Das Werbenetzwerk Atlas startet. Ähnlich wie Googles AdWords soll nun auch außerhalb von Facebook für Werbetreibende die Zielgruppe erreicht werden. Facebook kann damit seine Nutzer außerhalb des Netzwerkes erkennen. Ebenso können nun Nutzer Werbeanzeigen nach Relevanz bewerten, so kann noch genauer das Interesse des Users an Werbung definiert werden.

Pinterest

Zu den größten sozialen Netzwerken im vergangenen Jahr in Deutschland gehört neben der Nummer Eins Facebook auch Pinterest als absoluter Aufsteiger dazu. So konnte das Netzwerk im letzten Jahr seinen Traffic um 177,5 % steigern – somit 8,5 Millionen Besuche in 2014 statt 3 Millionen im Jahr davor. Pinterest stieg damit um 10 Plätze auf Rang 9. Zu den größten Verlieren gehören deutsche soziale Netzwerke wie zum Beispiel MeinVZ. Das „deutsche Facebook“ flog 2014 sogar aus den TOP20 raus und kam nur noch auf 700.000 Besuche.

Twitter

Seit dieser Woche bietet Twitter den kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in den DACH-Staaten Deutschland, Österreich und der Schweiz die Möglichkeit Werbung zu schalten. Twitter Ads erlaubt es den Unternehmen nun gezielt Werbung auf ihrer Plattform zu schalten. Wie zuvor in 28 Ländern können nun auch die Firmen in den DACH-Staaten von umfangreichen Marketingmaßnahmen samt Targeting- und Analyse-Tools profitieren. Twitter Ads können sowohl zur Lead-Generierung, Verkäufen, Website-Traffic und mehr genutzt werden.

Twitter hat sich außerdem mit einem Global Player des Internets eingelassen und kooperiert nun zusammen mit Google. So werden in Zukunft wieder Tweets in den Google Suchergebnissen angezeigt. Google bekommt direkten Zugriff auf Twitters Datenbank und das Vorhaben soll noch im ersten Halbjahr 2015 umgesetzt werden. Schon 2009 gab es zwischen beiden Partnern eine Zusammenarbeit auf dieser Ebene. Diese nutze Twitter und konnte dadurch enorm wachsen. Twitter löste jedoch in 2011 die Partnerschaft auf und entzog Google alle Rechte zu ihrem Dienst. Wieso dies damals geschah konnte bis heute nicht geklärt werden. Alle Anzeichen deuten jedoch darauf hin, dass Google große Anstrengungen leistete im gleichen Segment wie Twitter durch GoogleBuzz und Google+ aktiv zu werden.

Youtube

Youtube möchte seinen Usern ein paar neue und für die Video-Plattform revolutionäre Features bieten. Die Entwickler kündigten in einem kleinen Test an, dass es möglich ist Videos aus unterschiedlichen Kameraperspektiven anzeigen zu lassen. So lässt sich im Youtube Music Night Video zwischen vier Kameraeinstellungen wählen. Dies ist ein erster Schritt hin zur angekündigten besseren Interaktivität auf Youtube. Durch die Synchronität der Aufnahmen der verschiedenen Kameras lässt sich ohne Ton-Verzerrungen und -Änderungen das Video in den unterschiedlichen Perspektiven schauen. User können selbst solche Videos hochladen müssen jedoch gewisse Voraussetzungen erfüllen. So müssen sie sich erst für das Feature freischalten lassen und das Video selbstständig in eine Multiview-Video umwandeln. Die Erstellung dieser Videos funktioniert aber erst durch das Einladen der Kanal-Betreiber durch Google.

2. News aus dem Bereich App-Entwicklung

iOS

Nun trifft es auch iOS: Ein Trojaner ist im Umlauf der die mobilen Geräte von Apple, das iPhone und iPad, lahm legt. Sicherheitsforscher enttarnten Spionage-Tools, die Apple User belauschen und ihre Daten kopieren. Dabei stellte sich heraus, dass kein Tablet oder Smartphone aus Cupertino sicher vor dem Schädling ist. So genannte Ad-Hoc-Profile bieten die Angriffslücke, in der sich Apps installieren lassen, die nicht den App-Store und das Prüfverfahren durchlaufen haben. Der Trojaner trägt den Namen XAgent und kann Textnachrichten, Kontakte, Bilder, Standorte, Telefonate, Apps und mehr ausspionieren. Das Hauptziel des Trojaners ist vor allem die Spionage von Staaten und Unternehmen.

Android

Die Google Suche und Googles mobiles Betriebssystem bilden stets eine Symbiose? Weit gefehlt! Microsoft stellte diese Woche eine Sperrbildschirm-App mit dem Namen Picturesquare Lock Screen vor, die mit Microsofts hauseigener Suchmaschine Bing ausgestattet ist. Die App ersetzt den Sperrbildschirm und stattet Android mit einem aktuellen Bing-Bild samt Suche aus. Der User kann aus der Sperre heraus direkt seine Suchanfrage eingeben.

3. News aus dem Bereich Website-Entwicklung

WordPress

Die kommende WordPress Version 4.2 soll mit etlichen neuen Features und Verbesserungen aufwarten. So soll beispielsweise der Flow bei der Benutzung von WordPress auf mobilen Endgeräten wie Smartphone und Tablet verbessert werden. Bis zur aktuellen Version wurden immer wieder Fehler bei der mobilen Verwendung des Systems angezeigt – beispielsweise die Darstellung und Navigation der Website. Um WordPress besser und schneller zu machen werden unter anderem Untermenüs auf mobilen Geräten entfernt und Media-Buttons auf Geräten mit kleineren Displays versteckt. Die Nutzung von WordPress auf mobilen Geräten nimmer immer mehr zu, so tragen diese Fixes auf jeden Fall zu einem besseren Handling für den User bei.

Shopsysteme

Laut der Studie Shopsysteme in Deutschland des EHI Retail Institute vertrauen über 40 % der 1.000 größten Onlineshops auf eigene Lösungen. Unter diesen großen Anteil befinden sich zum Beispiel Otto.de, Zalando, Notebooksbilliger, Lidl.de und Zooplus. Das häufigste Standardsystem ist Magento gefolgt von Oxid und Hybris. Ebenso wurden die Systeme nach erzieltem Umsatz untersucht. So kommen die hauseigenen Lösungen auf über 12 Milliarden Euro Umsatz, auf Platz 2 liegt Amazons Webstore mit 6 Milliarden Euro gefolgt von Hybris und Magento mit jeweils 2 Milliarden Euro Umsatz. Auch die Performance der Seiten wurde untersucht – 49 Grafiken sind dabei im Durchschnitt in eine Startseite eingebunden, was ein schnelles Laden der Seite möglich macht.

4. Sonstiges

Internet Explorer 11 Sicherheitslücke

In Microsofts Internetbrowser Internet Explorer 11 wurde eine Sicherheitslücke bekannt, die es Angreifern ermöglicht Nutzerdaten auszuspionieren. Einen Patch der die angreifbare Lücke schließt lässt noch auf sich warten. Der Entdecker der Lücke zeigt anhand einer HTML Injection auf der Website dailymail.co.uk auf, wie er diese manipulierte. Das heise security Team stuft die Lücke als sehr gefährlich ein, da sich Shoppingdaten, Onlinebanking-Daten und E-Mails abfangen lassen.

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