News Online Marketing

1. News aus dem Bereich Online-Marketing

Google

Die Woche und der Monat sind vorbei und die großen Unternehmen überschlagen sich mit ihren Meldungen zu den Zahlen aus dem letzen Quartal des vergangenen Jahres. So auch Google. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn konnten gesteigert werden, jedoch blieb dies hinter den Erwartungen zurück. So hieß es am Ende des letzten Quartals 18,1 Milliarden Dollar Umsatz und ein Gewinn von 4,76 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von 15 % beim Umsatz und 41 % beim Gewinn. Spannend zu beobachten, da auf dem Online-Werbemarkt immer mehr Konkurrenten wie Facebook und Amazon ein paar größere Stücke vom Werbenetzwerk-Kuchen abbekommen, ist die negative Entwicklung der Werbepreise: 8 Prozent Rückgang bei gleichzeitiger Erhöhung von 14 % an Klickzahlen.

Eine weitere interessante Nachricht stammt von Googles John Müller. Der Webmaster Trends Analyst sprach in einem Google+ hangout über das kommende Updateverhalten von Pinguin. So soll nach seinen Aussagen die Updates schneller und in regelmäßigeren Abständen ausgerollt werden. Dabei konnte er jedoch nicht sagen ob es sich um einen monatlichen Zeitraum handelt oder nicht.

Facebook

Am Dienstag Morgen staunte man nicht schlecht – Facebook war nicht mehr erreichbar. 50 Minuten war das soziale Netzwerk lahmgelegt und den Menschen in Europa, Asien und dem Nahen Osten somit eine kurze Pause vergönnt. Ebenso davon betroffen war auch der Facebook Bilderdienst Instagram. Laut Facebook war dies jedoch keine Hackerattacke sondern der Umstellung ihres System geschuldet. Auf alle Fälle freute sich die Twitter-Gemeinde und hielt mit Hohn und Spott nicht hinterm Berg zurück.

Da ist wohl etwas schief gegangen. Facebook war nicht aufrufbar.

Jedoch gab es auch etwas Positives zu Facebook: Mark Zuckerberg veröffentlichte die Quartalszahlen seines Unternehmens. Der Netto-Gewinn lag Ende 2014 bei 701 Million Dollar und somit 34 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Der Umsatz nahm um die Hälfte zu und betrug 3,85 Milliarden Dollar. Insgesamt nutzen 1,39 Milliarden Nutzer weltweit jeden Monat Facebook und davon 1,19 Milliarden vor allem mit mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets. Auch die Werbeeinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr an: 3,59 Milliarden Dollar entsprechen dabei 53 Prozent mehr Einnahmen als aus dem letzen Quartal 2013. Knapp 70 % dieser Einnahmen verdankt Facebook seinen mobilen Werbeanzeigen. Auch der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 58 % auf 12,47 Milliarden Dollar.

Neues aus Facebooks Werbenetzwerk „Facebook Ads“ brachte die Woche auch mit sich. So können innerhalb der DACH-Statten (Deutschland, Österreich, Schweiz) nun die Zielgruppen auch genau nach Postleitzahl definiert werden. Das Location Targeting wird demnach in den kommenden Wochen um diese Funktion ergänzt. Bis dato war es nur möglich in Österreich und der Schweiz nach nach Städten und deren Umkreise zu definieren, in Deutschland konnte man zumindest noch die Bundesländer auswählen. Nach eine Testphase mit ausgewählten Nutzern wird es allen Werbetreibenden sowohl für den Power Editor als auch für den Werbeanzeigenmanager zur Verfügung stehen.

Pinterest

Etwas Neues konnten wir diese Woche zu den Werbemöglichkeiten bei Pinterest erfahren. Das Unternehmen erweitert sein Geschäft mit den „Promoted Pins“ und möchte seinen Partnern so mehr Aufmerksamkeit in den Suchergebnisse und Kategorie-Feeds ermöglichen. Dass sich dahinter Risiken für die Macher von Pinterest ergeben, ist ihnen klar. Jedoch wollen sie ausschließlich schöne, relevante und geschmackvolle Werbeeinblendungen seinen Nutzern bieten. Ebenso legen sie viel Wert auf den User-Erfahrungen und fordern Feedback der Nutzer ein, was sie sehen wollen und was nicht.

Eine Kritik von Vermarktern zu den Werbemöglichkeiten gab es jedoch als Seitenhieb: Aktuell gibt es einfach noch zu wenig Targeting-Möglichkeiten. So können nur mangelhafte Aussagen über die Werbeanzeigenleistung getätigt werden. Hier wird Pinterest in den kommenden Wochen noch nachbessern müssen.

Twitter

Twitter experimentiert mit facebook-ähnlichen Funktionen. So stellten sie uns diese Woche ein neues Feature vor, das private Gruppenunterhaltungen mit bis zu 20 Personen erlaubt. Mit dieser neuen Funktion können User von Twitter mit jedem ihrer Follower kommunizieren. So entstehen Konversationen zwischen Followern eines Users die nicht miteinander verbunden sein müssen. Ein weiteres neues Feature betrifft die Twitter App. Ab sofort können Nutzer direkt aus der App heraus Bilder und Videos aufnehmen, bearbeiten und teilen. Bei der Aufnahme der Videos gibt es jedoch aktuell noch eine Zeitbeschränkung von 30 Sekunden.

Youtube

„Hoch lebe HTML5!“ So oder so ähnlich werden die Videoplattform-Entwickler nach der Abkehr von Flash die Büros zum Beben gebracht haben. Als Youtube vor knapp 10 Jahren entstand gab es für sie keine Alternative zu Flash. Doch mit der Entwicklung von HTML und dessen video-tag-Funktion brechen die Macher des größten Video-Netzwerkes der Welt mir ihren Gepflogenheiten. Vor 5 Jahren wurde der HTML5-Videoplayer noch als Option angeboten die sich nun zum Standard entwickelt hat. Somit könnte nun der letzte Glockenklang für das Flash-Formant verhallen.

2. News aus dem Bereich App-Entwicklung

iOS

In dieser Woche rollte Apple ein neues Update für die User seiner mobilen Geräte aus: Mit der iOS Aktualisierung auf Version 8.1.3 schließt Apple einige Fehlfunktionen und gibt seinem System einen Leistungsschub sowie mehr Stabilität vor allem in Verbindung mit den oft bemängelnden Abstürzen von Apps nach dem letzten iOS Update. Ebenso machen Tim Cook und seine Entwickler das Leben der Jailbreaker schwerer, da sie gleichzeitig die Lücke für den letzten Jailbreak der Version 8.1.2 geschlossen haben. Da das Jailbreaken jedoch ein Katz-und-Maus-Spiel ist sitzen die findigen Hacker schon in ihren Startlöchern um den neusten Hack zu veröffentlichen.

Android

Googles mobiles Betriebssystems hat es geschafft: Mehr als 1.000.000.000 Android-Geräte wurden im letzten Jahr verkauft. Für Android bedeutet dies einen Marktanteil von 81 Prozent. Das dies zu Lasten von Apples und Microsofts mobilen Geräten geht weiß Google natürlich. Vor allem in den kommenden Jahren können wir weitere Meilensteilen von Android erwarten. So ist der ganze Markt rund um Entwicklungsländer erst in den Startlöchern und die Hersteller unterbieten sich im Endpreis Ihrer Geräte, die oft eine geringere Ausstattung aufweisen. Klar ist, dass die Tablet- und Smartphone-Hersteller gern ins das Betriebssystemregal von Google greifen, da diese im Vergleich zu iOS und Windows Phone 8 und dem angekündigte Windows Phone 10 günstig zu erwerben sind. Ob die neue Art der mobilen Geräte, die Smart-Watches, eine Trendwende herbeirufen bleibt abzuwarten.

3. News aus dem Bereich Website-Entwicklung

PHP

Neben Windows steigt auch PHP auf den Zug des Versionen-Übersprungs auf. Nach dem aktuellen PHP 5 kommt Version 7 stark überarbeitet an seine Nutzer heraus. Grund dafür ist die starke Konkurrenz der Facebook Entwicklungsumgebung HHVM (HipHop Virtual Machine). Die Entwickler von PHP 7 geben an, dass sie Mitte des Jahres ihre Neuentwicklung als Release Candidate zur Verfügung stellen. Eine große Überarbeitung der Zend Engine spendieren die Entwickler dem PHP Compiler, da die Facebook Konkurrenz mittlerweile eine bessere Performance bietet und ressourcenschonender daher kommt. Diese Maßnahmen haben vor allem Auswirkungen auf den Zugriff von geschachtelten Variablen im bestehenden Code. In PHP 5 noch als veraltet oder deprecated markiert werden sie in PHP 7 nun auch tatsächlich entfernt.

4. Sonstiges

Amazon

Dass Amazon schon lange zu denjenigen Unternehmen gehört, die sich mit etablieren Global-Playern anlegt, wissen wir nicht erst seit der Ankündigung, dass sie nun Filme in Hollywood-Manier produzieren wollen. Google machte es einst vor: erst die ganze Welt nach Informationen durchsuchen und dann mit der ganzen Welt per Google-Mail kommunizieren. Amazon reitet dieses Mail-Dienst-Pferd auch und kündigte diese Woche den Start der Erweiterung ihres Amazon Web Services um einen Mail-Client an. WorkMail soll dabei vor allem zur Kommunikation im gewerblichen Bereich von Geschäftskunden dienen. Dabei setzt der cloud-basierte Dienst auf existierende Outlook-Clients auf und lockt natürlich Neukunden, wie bei Amazon üblich, mit einen Schnupperangebot in den ersten dreißig Tagen. So kann der Anwender bis zu 25 User verwalten und ihm stehen 50 GB an Speicher zur Verfügung. Wir sind gespannt, ob dieser Schritt zur Amazon-eierlegenden-Wollmilchsau bei den Nutzern ankommt und sich gegen etablierte Systeme durchsetzen kann.

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