Pinterest plant Promoted Pins

Das soziale Netzwerk Pinterest plant zukünftig ins Werbegeschäft einzusteigen – und zwar mit sogenannten Promoted Pins. Diese werden momentan fleißig getestet. Ben Silbermann, CEO und Mitgründer von Pinterest, begründet dies folgendermaßen auf seinem Blog: Um weiterhin Wunschzettel, Urlaubs- und Renovierungspläne sowie andere To-Do- und Must-Have-Listen für die Zukunft bei Pinterest aufbewahren zu können, ist es notwendig, dass der Service bestehen bleibt. Dies kann nur sicher gewährleistet werden, wenn das Netzwerk beginnt, Anzeigenformate zu testen.

Geschmack, Transparenz, Relevanz und Feedback der Nutzer

IronSharks Pinterest-Profil – Quelle: Pinterest.

Zunächst will sich das Netzwerk bei der Werbung nur auf bestimmte Geschäftsfelder beschränken. Auch das Format soll ansprechend und nicht werbelastig daherkommen, deshalb werden weder auffällige Banner noch Pop-ups auf der Pinnwand erscheinen. Ziel ist es, die Anzeigen attraktiv in den Content mit einzubinden, ohne dass die Nutzer sich belästigt fühlen. Ebenso wichtig für Pinterest ist die Transparenz. Bezahlte Werbeeinblendungen sollen dem Nutzer also immer hinreichend kenntlich gemacht werden, damit dieser ohne Weiteres erkennt, dass es sich tatsächlich um eine bezahlte Werbeeinblendung handelt. Die Werbung soll außerdem relevant für die Zielgruppe sein. Dem Nutzer werden demnach nur Pins, die ihn nach seinen bisherigen Pin-Aktivitäten aktuell interessieren und ansprechen werden, angezeigt. Zusätzlich möchte Pinterest Rücksprache mit seinen Nutzern halten. So ist es Pinterest möglich, die werbliche Einbindung kontinuierlich nach deren Wünschen zu gestalten und zu verbessern.

Woran erkennt man Promoted Pins?

Die ersten Auffälligkeiten werden sowohl in den Suchergebnissen als auch in den einzelnen Kategorien ersichtlich sein. Ben Silbermann nennt als Beispiel einen Pin eines Darth Vader Kostümshops bei den Suchergebnissen nach „Halloween“.

Werbechancen für Unternehmen

Anhand der aktuellen Entwicklungen ergeben sich insbesondere natürlich Chancen für Unternehmen. Das trifft vor allem auf solche zu, deren Zielgruppe auf Pinterest aktiv ist und die sich mit ihren Produkten in einer der Kategorien wiederfinden. Neben dem Vorteil für den Nutzer, dass die angebotenen Werbeinhalte relevant sind, ist dies selbstverständlich auch sehr positiv für Unternehmen hinsichtlich Branding und Reichweitenaufbau zu werten. Schließlich sind sie sind dann in der Lage, die Werbung zielgruppengenau zu steuern, wie dies auch schon bei Facebook erfolgt.

Statt Cat-Content: Hai-Content – Quelle: Pinterest.

Wir sind jedenfalls gespannt, wie die rund eine Millionen deutschen Nutzer (von weltweit mehr als 70 Millionen) diese Neuigkeiten aufnehmen werden und wie es nach der Experimentierphase bei Pinterest weitergeht.

Weitere Beiträge aus dem Bereich