Digitales Marketing im nächsten Jahrzehnt

Digitales Marketing im nächsten Jahrzehnt

Die Adobe Scene7-Umfrage 2011 beschäftigt sich mit dem Thema „Digitales Marketing im nächsten Jahrzehnt“ und zeigt, welchen Maßnahmen seitens der Entscheider Bedeutung beigemessen wird, welche Optimierungspotentiale bestehen und wo viele Unternehmen, nach eigener Einschätzung, noch Nachholbedarf besitzen. Neben dem Ausbau dea mobilen Angebots setzt sich zunehmend Social Media durch und auch Animationen und 3-D sind wichtige Themen.

Bei der Umfrage äußerten beinahe drei Viertel, genauer gesagt 73 Prozent, der befragten Unternehmen, dass Investitionen in die Umgestaltung ihrer jeweiligen Webseite geplant sind oder sie anderweitig signifikante Maßnahmen ergreifen wollen. Ziel sei es, dadurch den Return-on-Investment ihrer Webseite zu erhöhen. Dabei wollen 82 Prozent der Befragten noch in diesem Jahr Maßnahmen einleiten und Verbesserungen vornehmen. Damit zeigen sich die Unternehmen insgesamt wesentlich investitionsfreudiger als noch im Vorjahr.

Wenige Überraschungen lieferten die am häufigsten genutzten und eingesetzten Maßnahmen und Strategien. Die Unternehmen setzen weltweit zunehmend auf Maßnahmen aus den Bereichen Analyse und soziale Netzwerke. Dabei werden Analysetools für die Messung und Optimierung von Webseiten von 55 Prozent der Befragten genutzt. Es folgt Social Media mit einem Anteil von 40 Prozent. In erster Linie handelt es sich dabei um Fanseiten für Produkte oder die Unternehmen selbst. Meistgenutzte Plattform ist dabei Facebook. Aber: Lediglich 27 Prozent setzen auf Displaywerbung in Form von Anzeigen.

Visualisierungen und Animationen auf dem Vormarsch

Entsprechend präsentieren sich auch die angedachten Strategien und Maßnahmen für die kommenden Monate und Jahre. Neben einigen Social Media-Themen und dem mobilen Internet, stehen vor allem plastischere Einkaufs- und Präsentationserlebnisse bei den Unternehmen ganz oben auf der Agenda. 40 Prozent der befragten Unternehmen wollen in Zukunft verstärkt auf interaktive Kataloge und Broschüren setzen, 22 Prozent auf Animationen und jeweils 20 Prozent auf 3D-Modelle bzw. 3D-Touren (interaktive Rundgänge) sowie auf Bilderstrecken. Von den bereits eingesetzten Medien beurteilten die Befragten die Multimedia-Darstellung von Produkten als äußerst effektiv (39 Prozent), dabei insbesondere die Bedeutung von Videos zu Merchandising-, Werbe- oder Demonstrationszwecken. Den Bereich multimedialer Präsentation wollen daher 23 Prozent der Befragten auf- oder weiter ausbauen.

Dank Smartphones und Tablets – mobiles Internet für alle

Im Bereich mobile/ mobiles Internet liegen iPhone-Apps mit 27 Prozent ganz vorn, gefolgt von iPad-Apps (25 Prozent) sowie Anwendungen für Android-Phones (23 Prozent). Auch die Optimierung der Webseiten und Webshops auf mobile Endgeräte wollen immerhin 23 Prozent der Befragten in der nahen Zukunft angehen. Dieses Ergebnis korrespondiert dabei mit den Ergebnissen einer anderen aktuellen Studie über die Nutzung von mobilen Endgeräten und sog. mobile Shopping. Laut der Studie von Fittkau & Maaß kaufen 32,7 Prozent der Tabletbesitzer regelmäßig mindestens einmal die Woche über ihr iPad oder andere Tablets ein.

Von Social Media zum sozialen Netz

Auch der Bereich soziale Netzwerke genießt einen hohen Grad an Aufmerksamkeit. Neben dem Schalten von Werbeanzeigen auf Plattformen wie Facebook oder LinkedIn (25 Prozent), dem Schalten und bedienen von Blogs oder Mikroblogs (24 Prozent), ist vor allem der Einbau des „Gefällt mir“-Button (22 Prozent) eine oft gewählte Option als Teil einer größeren Strategie. Immerhin noch 20 Prozent der Befragten planen zudem den Ausbau ihrer Aktivitäten in sozialen Netzwerken und 21 Prozent haben die Analyse von Social Media weit oben auf ihrer To-do-Liste.

An der Umfrage von Adobe Scene7 beteiligten sich 1.941 Personen aus den Bereichen Werbung und interaktive Medien, Medien und Publishing, Computerhardware, -software und -dienstleistungen sowie Einzelhandel. Die Unternehmen der Teilnehmer stammen zum Großteil aus Nordamerika, Westeuropa und Japan. Die gesamte Studie können Sie hier herunterladen.