Mehr erleben mit Google Earth

Google Earth ist mehr als reine Spielerei

Die Funktionen und Möglichkeiten von Google Earth erscheinen beinahe unbegrenzt. Damit man als Nutzer nicht den Überblick verliert, haben wir Ihnen hier 19. hilfreiche Tipps und Anregungen zusammengestellt. Wir hoffen, Ihnen somit noch mehr Spaß bei der Nutzung von Google Earth zu ermöglichen und wünschen Ihnen zunächst viel Spaß bei der Lektüre.

earth dubai s Mehr erleben mit Google Earth
1. Die Maus richtig einsetzen:
Eine Maus mit Scroll-Rad macht den Umgang mit Google Earth so viel einfacher! Bewegen Sie ihr Scroll-Rad vor oder zurück und zoomen Sie somit bequem an Objekte heran oder auf eine größere Ansicht zurück. Halten Sie zusätzlich die rechte Maustaste gedrückt um noch schneller herein- oder herauszuzoomen oder ändern damit die Ansicht zu einer Draufsicht. Halten Sie das Scroll-Rad gedrückt und die Maus wird zu einem Joystick, mit dem sich der Blickwinkel beliebig und auf vielfältige Weise kippen bzw. verschieben lässt.



ge mehr Mehr erleben mit Google Earth2. 3D-Ebenen aktivieren:
Die Satellitenbilder in Google Earth können sehr beeindruckend sein, aber erst mit aktivierten 3D-Modellen wird der virtuelle Planet so richtig zum Leben erweckt! Einen schnellen Überblick erhält man über die Google Galerie. Es gibt bereits über 100 komplette Touren zu einzelnen Themengebieten oder durch verschiedene Großstädte, etwa Amsterdam, Brüssel oder mehrere argentinische Städte.

3. Google Earth als Recherche- und Forschungswerkzeug
Unter Ebenen finden sich im Ordner “Mehr” viele hilfreiche und interessante Zusatzfunktionen, etwa die Wikipedia-Ebene. Wenn Sie nun über die Karte fliegen und irgendeinen beliebigen Ort heranzoomen, erscheinen überall kleine Icons, die angeklickt eine kurze Zusammenfassung des dazugehörigen Wikipedia-Artikels liefern. Über die Bilder-Ebene lassen sich tausende von Fotografien aus mehreren großen Bilddatenbanken abfragen (unter anderem Panoramio), die an der jeweiligen Stelle angeschaut werden können, wodurch Sie ein noch besseres Bild der Umgebung erhalten. Über den Menüpunkt “Globales Denken” können unterschiedlichste Datenbanken von Umweltorganisationen, Forschungsinstituten oder VN-Einrichtungen eingeblendet werden.

4. Die USA und Kanada als Panoramaansicht
Das Gigapxl Projekt bietet Panoramaaufnahmen von amerikanischen und kanadischen Städten, Parks oder Denkmälern in hoher Auflösung. Um diese beeindruckende Funktion nutzen zu können, müssen Sie im Galleriemenü die Ebene “Gigapixl Photos” aktivieren. Anschließend erscheinen in der Nähe von Großstädten Icons, die einmal angeklickt, den Nutzer in das gewählte Panorama fliegen.

5.ge startansicht Mehr erleben mit Google EarthNach Hause finden….
Beim überfliegen von Landschaften und Ländern und dem herein- oder herauszoomen verliert sich schnell der Überblick. Aber keine Panik: Um zurück zur Standardansicht zu gelangen, müssen Sie lediglich einen Doppelklick auf die Primäre Datenbank, rechts im Ebenenmenü, durchführen.

Alternativ können Sie natürlich auch einen eigenen Einstiegspunkt bestimmen. Hierfür müssen Sie zunächst die gewünschte Ansicht einstellen und können dann im globalen Menü (oben) unter Ansicht die Option “Zu meiner Startposition machen” anklicken. Damit setzen Sie einen Marker unter “Meine Orte”, den Sie anschließend jederzeit via Doppelklick erreichen können. Wenn Sie die Checkbox deaktivieren, blenden Sie den Marker wieder aus.

6. Orientierungslos?
Nicht in Google Earth! Sollten Sie dennoch mal die Orientierung verlieren, müssen Sie lediglich einmal auf das “N”-Symbol am oberen rechten Rand des Bildschirms klicken und schon “schauen” Sie Richtung Norden. Alternativ können Sie auch einfach die n-Taste auf ihrer Tastatur nutzen.

ge rumsey s Mehr erleben mit Google Earth
7. Nutzen Sie Ebenen
Ihrer Fantasie und Entdeckungslust sind in Google Earth (fast) keine Grenzen gesetzt! Sie können beispielsweise den Ozean erkunden und erhalten je nach Auswahl Textinformationen, Bilder, Audio- oder Videodateien von renommierten Einrichtungen (Greenpeace, NOAA, National Geographic) zur Verfügung gestellt. Unter dem Menüpunkt “Galerie” können Sie die unterschiedlichsten Features zuschalten, egal, ob Sie sich für Geschichte interessieren (empfehlenswert: David Rumseys historische Karten), für touristische Informationen (bspw. Neuseeland, Südafrika) oder über Naturphänomene informieren möchten (Erdbeben, Vulkane und mehr). Für beinahe jedes Interessengebiet finden sich zusätzliche Ebenen mit vielen interessanten und nützlichen Materialien.

8. Aber Vorsicht: Nicht zu viele auf einmal!
Je nach Rechnerleistung sollten Sie niemals zu viele Ebenen gleichzeitig zuschalten, da Sie sonst massive Performance-Probleme erwarten dürfen. Insbesondere bei Livedaten wie dem Wetter oder Verkehrsinformationen ist die genutzte Datenflut sehr hoch. Sollte es einmal nötig sein zu den Grundeinstellungen zurückzukehren, dann deaktivieren Sie einfach die Checkbox der Primären Datenbank und schalten anschließend nur die gerade benötigten Ebenen wieder frei.

9. Zusätzlich nach neuen Ebenen Ausschau halten
Die bereits vorinstallieren und von Google bereitgestellten Ebenen sind super und sehr vielfältig, dennoch lohnt sich ein Blick über den Tellerrand! Denn neben diesen bereits inkludierten Ebenen existiert eine Vielzahl an weiteren spannenden Ebenen, die Sie als so genannte *.kml oder *.kmz-Datei importieren können.

10. LitTrips – digitale Bücherreisen
Eines der besten Beispiele für lehrreiche Module (Ebenen) in Google Earth ist LitTrips. Die Seite wurde ursprünglich von einem Englischlehrer für seine Schüler entwickelt und bietet dem interessierten Leser heute Reisen zu beinahe allen Genres und den bekanntesten Büchern. Dabei wird das Sujet Literatur mit Geographie, Geschichte, Verwaltung, Kultur und anderen Themengebieten verknüpft.

ge hurtigruten Mehr erleben mit Google Earth 11. Eine Seefahrt die ist lustig…
Ein weiteres Beispiel für eine gelungene Google Earth-Integration ist der norwegischen Schifffahrtsgesellschaft Hurtigruten gelungen. Sie bietet auf ihrer Seite die Möglichkeit die Route eines ihrer Schiffe entlang des Nordkap zu verfolgen. Hierbei sind sowohl Webcams, aber auch das Radar des Schiffs einsehbar und in Google Earth lässt sich die bereits zurückgelegte Strecke mit einem 3D-Modell des Schiffs abfahren.

12. Besuchen Sie die Galerie
Die offizielle Google Earth-Galerie bietet hunderte von Touren zu beinahe jedem gewünschten Themengebiet. Diese können Sie herunterladen und beispielsweise als Lehrmaterial einsetzen.

13. Trotz allem: Manchmal empfiehlt sich die Nutzung von Google Maps
Google Earth ist ein wunderbares Programm, trotzdem empfiehlt es sich manchmal, Google Maps den Vorzug zu geben. Zum Einen funktioniert Maps auch auf älteren Rechnern, es ist aber auch einfach zu nutzen und bietet ebenfalls einige zuschaltbare Ebenen und Module, die Zusatzinformationen bieten. Außerdem gibt es einige wirklich gute Mashups, die geographische Daten mit anderem Material verbinden. Das bringt uns auch direkt zu unserem nächsten Thema:

14. Mashups nutzen
Dank der Google-API können Karten- und Geoinformationen relativ leicht mit anderen Informationen oder Daten(-strömen) verbunden werden. Diese so genannten Mashups bieten die unterschiedlichsten Informationen zu fast allen Themen und sind kostenfrei verfügbar. Besonders empfehlenswert ist das Mashup “Conflict History“, das eine Zeitleiste in Google Earth integriert, die es Ihnen ermöglicht Kämpfe an den Orten zurückzuverfolgen, an denen sie stattgefunden haben. Ebenfalls ein nettes Gadget stellt die Weltbank zur Verfügung: Unter geo.worldbank werden die ökonomischen und infrastrukturellen Daten zu einzelnen Ländern und Regionen auf der Karte dargestellt.

15. Die Welt ist nicht genug
Neben der Erde und ihren Ozeanen bietet Google Earth auch die Option unseren Heimatplaneten zu verlassen und stattdessen den Mond oder den Mars zu erkunden. Hierfür müssen Sie lediglich den Button der aussieht wie Saturn anklicken und schon können Sie wahlweise den Himmel betrachten – inklusive Bildern und Videos der NASA und der ESA – oder direkt zum Mond oder gar zum Mars durchstarten. Auf dem Mond werden historische Touren der Apollo-Mission angeboten, während sich auf dem Mars die Route des Marsrover verfolgen lässt.

16. Google Earth als Routenplaner (mit Höhenprofil)
Google Earth bietet – fast schon selbstverständlich – auch eine sehr gute, bereits integrierte Routenplanerfunktion. Neben der Möglichkeit die Route samt Karte zu drucken, per Mail zu versenden oder sie abzuspeichern, kann man die bereits sehr umfangreichen Angaben noch um ein Höhenprofil ergänzen. Eine Option, die insbesondere für Fahrradfahrer von Interesse sein dürfte, lässt sich so eine Strecke genau einschätzen und zuvor bereits digital mit dem Mauszeiger Meter für Meter abfahren! Um die Funktion zu aktivieren müssen Sie sich die gewünschte Route anzeigen lassen und anschließend mit einem Rechtsklick auf “Route” die Option “Höhenprofil anzeigen” wählen.

ge hoehenprofil s Mehr erleben mit Google Earth
17. Die Druckfunktion
Sowohl Google Earth als auch Maps sind wunderbar geeignet um individuelle Routen oder Karten auszudrucken. Um ein optimales Ergebnis zu erhalten, justieren Sie bitte den Zoom auf ihren gewünschten Kartenausschnitt und auf den gewünschten (Blick-)winkel, anschließend öffnen Sie die Ansicht, wählen dort den Menüpunkt Druckansicht und die gewünschte Größe. Um die Karte zu drucken müssen Sie dann nach der automatischen Bildschirmanpassung lediglich noch auf den Drucken-Knopf im Dateimenü drücken.

ge druckansicht Mehr erleben mit Google EarthAber Vorsicht: Bei Maps empfiehlt sich eine andere Vorgehensweise. Statt die Drucken-Funktion im Dateimenü oder den Drucken-Link oben links direkt auf der Karte zu nutzen, empfiehlt sich der vermeintliche Umweg über ein Screencapture-Programm, da sonst oftmals nicht der vorselektierte Bereich angezeigt wird.

18. Dinge ändern sich – die Zeitleiste
Dank der in Google Earth integrierten Zeitleiste lassen sich Veränderungen problemlos nachvollziehen und an manchen Stellen echte Zeitreisen unternehmen. So lässt sich beispielsweise Berlin dank Aufklärungsfotos in die Jahre 1943 – 1949 zurückversetzen. Mit den entsprechenden zusätzlichen Filtern und Ebenen erkennt man sofort, welche Gebäude dort heute stehen und wie es vor beinahe 70 Jahren ausgesehen hat.

Um die Zeitleiste zu nutzen müssen Sie auf das Uhr-Symbol oben mittig klicken. Anschließend erscheint ein Slider, der es Ihnen ermöglicht in der Zeit zurückzugehen und ältere Aufnahmen zu betrachten. Das Ausmaß dieser “Zeitreise” varriert je nach Ort und Land, da nicht für alle Orte gleich viele Aufnahmen in die Datenbank eingespielt wurden. Neben Berlin empfiehlt sich auch der Strip in Las Vegas, der bis 1950 zurückverfolgt werden kann.

19. Updates, Updates, Updates
Google Earth ist kein fertiges Produkt, sondern ist immer wieder Änderungen, Neuerungen und Aktualisierungen unterworfen. Vor allem die Datenbank wird regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht und selbst wenn die Software als Ganzes kein Update erfahren hat, finden sich trotzdem oftmals neue Features oder neues Bildmaterial in den Layern. Deshalb lohnt es sich, Google Earth immer auf dem aktuellen Stand zu halten und dadurch nichts zu verpassen!